Boxen statt Mimimi: Jeder Deal ist ein Kampf – aber der Gegner bist du
Shownotes
Inhaltsverzeichnis
00:00 Mike Tyson & Sales: Jeder hat einen Plan…
00:23 Christophs Ansatz: Teams stärken durch Boxen – „Boxen statt Mimimi“
01:19 Deal verloren = Klatsche: Rückschläge akzeptieren, analysieren, weitermachen (oder bewusst lassen)
03:29 Wer ist der Gegner wirklich? Nicht Kunde/Chef – sondern du selbst
04:54 Warum Boxen wirkt: Metapher + Praxis = echter Transfer statt Theorie
06:22 Kopfkino & Selbstzweifel: „Ich kann das nicht“ – und wie du es „wegboxst“
08:00 Umgang mit Druck im Sales: Vorbereitung, Disziplin, Routinen, Pipeline-Pflege
11:10 Kaltakquise lernen: Die ersten 100–200 Calls sind Training
13:11 Workshop-Realität: Überraschungseffekt, Vertrauen, keine Wettkämpfe – Persönlichkeitsentwicklung
17:10 Innere Bremser identifizieren: Selbstreflexion, Sparring zu zweit, Blockaden sichtbar machen
19:50 Die häufigsten „inneren Mimis“: Ausreden, Timing-Mythen, „heute fühle ich’s nicht“
23:28 Gewichtsklasse im Sales: Wunschkunden vs. Realität – welche Kämpfe lohnen sich?
25:44 Sparringpartner: Warum bessere Trainingspartner Demut & Wachstum bringen
31:14 Schweinehund vs. innerer Kämpfer: inneres Meeting, Motivation klären, Gewohnheiten bauen
34:14 Impostor-Momente: „Was willst du da?“ – Pro/Contra, Worst-Case, Beweise sammeln
39:51 Erfolge feiern lernen: Erfolgs-Kladde als Gegenmittel zu Selbstzweifeln
43:05 Fokus statt Verzetteln: „Highlander-Prinzip“ – es gibt nur eine Prior 1
47:10 3 Tipps von Christoph: vorbereiten, bewegen, zu Ende bringen
48:22 Sales Fail: Namen falsch geschrieben – Klassiker mit Perfektionisten-Schmerz 😄
Wissenswertes aus der Folge (Key Takeaways)
Rückschläge sind Teil des Spiels. Entscheidend ist nicht, ob du fällst – sondern ob du daraus lernst und wieder ins Handeln kommst.
Der echte Gegner sitzt zwischen den Ohren. Nicht Kunde, Kollege oder Chef – sondern deine Gedanken, Zweifel und Ausreden.
Routinen schlagen Motivation. Wenn Prospecting/Pipeline-Pflege Gewohnheit wird, wird der Schweinehund leiser.
Check deine Gewichtsklasse. Nicht jeder Wunschkunde ist „deine Liga“. Fokus und Energie gehören dahin, wo echte Chancen sind.
Imposter? Sammle Beweise. Erfolge dokumentieren (Notizen/Fotos) macht Selbstzweifel messbar kleiner.
Eine Priorität. Wer alles gleichzeitig gewinnen will, gewinnt am Ende oft gar nichts – „Es kann nur eine Prior 1 geben.“
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Bjørn Andres: https://www.linkedin.com/in/bjornandres/
Christoph Teege: https://www.linkedin.com/in/christophteege/
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Bjørn Andres: Jeder hat einen Plan, bis er den ersten Schlag ins Gesicht bekommt. Dieses Zitat des großartigen Mike Tyson passt, glaube ich, besser als kein anderes zu meinem heutigen Gast bei Ungefiltert, authentische Sales Podcast mit mir. Und als Gast habe ich den lieben Christoph da. Christoph, warum passt das Zitat von Mike Tyson zu dir? Was hast du mit Boxen zu
Christoph Teege: Ja, lieber Björn, danke dir für deine Anmoderation. Das Zitat passt wirklich wie die Faust aufs Auge, weil mein Thema ist es eben, Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen zu stärken. Das Motto, was ich habe, ist Boxen statt Mimimi. Das bedeutet, es geht halt ganz stark die Einstellung, Haltung statt Ausreden. Und da gehört natürlich das Thema Umgang mit Rückschlägen dazu, so wie du es halt eben gerade gesagt hast.
Bjørn Andres: Okay, fine. Wir haben, glaube ich, richtig guten Einstieg damit auch schon mal direkt, wenn du sagst, du machst das ja mit Teams auch. Sales Teams sind da auch dabei, wenn ich das richtig weiß, auch schon, oder? Also insofern, lass uns doch mal direkt reinstarten. Die Faust ins Gesicht, die Klatsche, die du kriegst im Sales. Du hast einen riesen Deal an der Angel, bist da wochenlang, monatelang dabei.
Christoph Teege: Richtig, genau.
Bjørn Andres: Und dann sagt der Kunde, nein, das ist für mich so dieses, das Sinnbild dieses Zitates, oder?
Christoph Teege: Ja, auf jeden Fall. Also, ich möchte gerne am Anfang so mit einem Vorurteil aufräumen. Also, wir haben weder im Sales noch im normalen Alltag im beruflichen Kontext irgendwie etwas mit einem echten Gegner zu tun. Sondern der echte Gegner, der sind wir selbst. Also, der ist zwischen unseren Ohren. Das ist mir nur ganz wichtig, das noch mal vorne ranzuschicken, weil klar, Boxen, man assoziiert sofort ... den Zweikampf Mann gegen Mann, Frau gegen Frau. Und dann stellt man halt selber so die Brücke fest. Na ja, wo ist denn dann mein Gegner? Ist der Kunde mein Gegner? Ist mein Kollege mein Gegner? Der Chef? Nein, never. Also bei mir geht es halt immer darum, gemeinsam mit dem Kunden für die beste Lösung zu kämpfen. Und jetzt, auf deine Frage zu antworten, natürlich ist das bitter. Die Enttäuschung ist groß, wenn man nach Wochen, nach Monaten
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: teilweise Jahren dann am Ende die Absage bekommt. Aber es ist halt nun mal leider Teil des Spiels. Und natürlich ist es bitter und die Enttäuschung ist groß. Aber wichtig ist halt eben, dass man für sich eine Methode entwickelt, wie man das akzeptieren kann. Und man kann auch alle Gefühle rauslassen. Das ist auch wichtig, dass man nicht die hinunterschluckt. Nur wichtig ist eben auch dann, diesen Rückschlag zu analysieren und dann eben die Frage zu stellen oder die Entscheidung zu treffen. Aufstehen, weitermachen oder aufgehen und liegen.
Bjørn Andres: Mhm. Okay.
Christoph Teege: Und da gibt es keine Pauschalanwort. Ich bin kein Freund von never give up, never give up und tschacka tschacka, sondern manchmal ist es tatsächlich besser zu sagen, nee, ich höre auf an dieser Stelle und konzentriere mich, also konzentriere mich auf was anderes, gebe meine Energie in etwas anderes rein, was für mich lukrativer ist oder was vielversprechender ist.
Bjørn Andres: Okay, das ist schon mal ein guter Hinweis, zu schauen, ist denn eigentlich, ich glaube, damit geht es ja los, mein Gegner. Bleiben wir mal beim Boxen, wenn ich selber, okay, ich will jetzt anfangen mit Boxen, so. Ich falle, glaube ich, in die Gewichtsklasse Schwergewicht. Ich hätte keinen Spaß, weil meine Gegner alle schon mal viel länger trainieren und viel länger dabei sind. Insofern bleibt für mich ja eigentlich nur, in diesem Fall, mimimi und nee, wir lassen es sein.
Christoph Teege: Hmm.
Bjørn Andres: Oder wir fangen an zu boxen, weil das ist ja glaube ich auch so Stück weit dein Motto, Boxen statt Mimimi. Und das finde ich eigentlich einen ganz spannenden Ansatz, wirklich das umzudrehen und zu schauen, okay, wer ist denn eigentlich mein Gegner? Ist mein Gegner, wie du schon ganz richtig sagst, mein Kunde, mein Chef, meine Kollegen, die äußeren Umstände oder bin mein größter Gegner irgendwie ich selber oder so? Und das ist schon sehr spannend.
Christoph Teege: Hmm.
Bjørn Andres: Wenn du Workshops machst mit deinen Kunden, das macht ja was mit den Menschen, die das machen, nehme ich an, weil das ist ja auch die Idee dahinter. Das eine ist natürlich ganz klar, glaube ich, man powert sich aus und so weiter, man kann das auch mal rauslassen. Aber das Zweite ist ja, da passiert auch was. Da würde ich gerne mal ein bisschen näher drauf eingehen, weil es verändert ja offensichtlich auch fast bei den Menschen.
Christoph Teege: Ja, definitiv. Wie du gesagt hast, also natürlich bekommen die die sich auch mal körperlich zu betätigen. Alles im Rahmen der Möglichkeiten, weil bei den Workshops geht es jetzt geht es mehr darum, das Boxen als Metapher zu erleben. Also die Inhalte, die ich vermitteln möchte, das Ganze einmal praktisch zu erleben. Weil du weißt ja selber, das, was wir hören und das, wir hören und tun, sind zwei unterschiedliche Sachen. Und dadurch, dass wir das halt
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: nicht nur hören, sondern auch tatsächlich tun, ist halt der Transfer gewährleistet, die Nachhaltigkeit ist gewährleistet und so weiter und so weiter. Und bei vielen ist es halt so, ja, die boxen sich halt im wahrsten Sinne des Wortes frei, weil bei vielen ist der also der größte Gegner, uns allen ist halt der Kopf. Und das sind meistens herunterziehende Gedanken, die wir über uns denken. Ich kann das nicht. Ich schaff das nicht. bin ich vorbereitet genug, ich bin nicht gut genug. Und wenn ich diese Gedanken identifiziere und sie dann im übertragenen Sinne wegboxe, na ja, dann bin ich, also da muss man sich das so vorstellen, als wenn jemand so eine Fessel cuttet. Also du bist halt wirklich freier, leichter, motivierter, energischer. Du lässt dich halt nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Du hast einfach mehr, mehr Drive, mehr Power, mehr, so. Und das ist eben
Bjørn Andres: Mhm. Mhm.
Christoph Teege: Das ist halt das, was auch mich immer an diesen Workshops fasziniert, wenn wirklich ich in den Augen der Teilnehmenden dieses Leuchten sehe, diese glänzenden Augen, wenn die wirklich sagen, richtig, da krieg eine Gänsehaut. Das immer wieder ein schönes Gefühl.
Bjørn Andres: das glaube ich glatt. Lass uns mal auf die einzelnen Punkte so bisschen eingehen. Ich finde das super spannend, weil es ist ja, wer mich kennt, bei Persönlichkeitsentwicklung, alles, damit zu tun hat, Ketten sprengen ist ein Stück weit ja auch mein eigenes privates Thema. Insofern finde ich es halt super interessant, das mal in diesem Kontext zu sehen. Du hast ja eben gesagt, was uns so eigentlich alles, ich bin nicht gut genug, ich kann nicht das gut genug und so weiter, diese ganzen Fragen, die ich mir selber stelle in dem Moment. Lass uns das mal ein bisschen vielleicht auf den Berufskontext runterbrechen. Wir haben ja im Sales ganz, ganz viel Zahlendruck. Wir haben ganz viel KPI-Druck. Wir haben ganz viel, was von außen einwirkt, was wir selber gar nicht steuern können. Was uns aber in irgendeiner Form in unserem täglichen Doing ja total beeinflusst. wir wirklich auch teilweise... Also mir geht es manchmal so, dass ich wirklich machtlos danebenstehe und denke, fuck it, was soll ich jetzt machen? Ich weiß überhaupt gar nicht. wie soll ich damit umgehen? Und das nicht auf sich selber zu projizieren. Wie schafft man das am besten oder hast du da einen Tipp für oder was ist da so dein Weg?
Christoph Teege: Ein Tipp, der für alle gilt, den habe ich nicht. Das wäre auch zu einfach. Sondern jeder hat halt seinen unterschiedlichen Weg, wie er mit diesem Druck umgeht. Was ich halt immer ganz wichtig finde, ist, sich gut vorzubereiten. Sich vorzubereiten. So und, also ich selber bin jetzt seit 2011 selbstständig und dementsprechend seit 2011 ...
Bjørn Andres: Hm? Hehe.
Christoph Teege: mehr oder weniger im Sales-Geschäft tätig, ... weil wenn ich nichts verkaufe, ... mache ich keinen Umsatz, ... kann ich keine Miete zahlen ... und so weiter und so weiter. Also das heißt, ich kenne auch diese Situation ... ... zu verkaufen. Also ich ... darf mich auch jeden Tag neu verkaufen. Hab ich da jeden Tag Lust zu? Natürlich nicht. So, ich mache es aber trotzdem, ... weil es ist halt eine Mischung ... bei mir aus Gewohnheit, es ist eine Mischung aus Disziplin ... ... und es sind Routinen. Und diese Routinen, diese Gewohnheiten helfen mir einfach, langfristig für Umsatz zu sorgen. Hilft mir auch, mit Druck klarzukommen. Weil wenn ich eine Sales Pipeline habe, die komplett leer ist, ja, herzlichen Glückwunsch, dann bist du ... Hast du selbstgemachten, also einen sehr hohen selbstgemachten Stress, den man hätte vermeiden können, wenn man halt regelmäßig etwas tut? Und das weiß jeder, der ein bisschen Erfahrung im Sales hat, der weiß, manches dauert einfach länger. Und meine Aufgabe ist es halt, dran zu bleiben. Höflich, hartnäckig, dran zu bleiben. Je nach Umfeld muss man gucken, wenn man zu pushy wird, das ist auch nicht immer so gewünscht. Muss man gucken, ob man auch der Typ dafür ist, ob ich in einem Vertriebsumfeld mich wohlfühle, wo ich halt wirklich am Tag x Telefonate mache. obwohl ich weiß, die Personen, die ich anrufe, die passen überhaupt 0,0 zu meinem Produkt, zu meiner Dienstleistung. Aber ich muss die machen, damit ich sagen kann, ich habe so und so viele Bruttotelefonate heute gemacht. Weiß ich nicht, ich, also muss man halt für sich selber gucken, ob ich als Person mit meinen Werten, mit meinen Vorstellungen dort in diesem Vertriebsumfeld mich wohlfühle.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Schöne Grüße an Fabian, mein alten Teamkollegen und Teamlead. Wir hatten mal einen Kollegen, der hat die Zeitansage angerufen, weil er einfach nicht genügend Calltime hatte. Und hatte Druck gekriegt deswegen. Also das sind halt alles so Dinge, du da sitzt und dir denkst, okay, scheiße. Muss nicht sein. Ja, finde ich schon mal einen guten Hinweis. Wiederholung ist wahrscheinlich ja generell sowieso wie beim Boxen selber wahrscheinlich ja auch, wenn ich übe, wenn ich besser werden will.
Christoph Teege: Ja, okay.
Bjørn Andres: Wiederholung ist auch eins der Themen, helfen Angst in Anführungszeichen vor dem, was da kommt, zu verlieren.
Christoph Teege: Naja, was im schlimmsten Fall kann denn passieren? Der Kunde sagt nein.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Ja.
Christoph Teege: Oder legt auf. Also je nachdem, welchem Kontext ich bin. Also ich kann mich noch gut dran erinnern. Ich habe zu Beginn meiner Selbstständigkeit viele Seminare besucht zum Thema Verkaufen. Auch Kaltakquise. Und das war halt für mich so Riesenso. Gottes Willen. Hilfe, Hilfe, Hilfe. Und naja, wie kommst du da durch? Na ja, du musst es einfach machen. Also die ersten, ich würde mal. Korrigier mich da. Aber so die ersten 100, 200 Telefonate, die sind zum Üben. Die sind einfach nur dazu da, ⁓ Weiß ich nicht. Also bei mir, ich hab Leute angerufen, von denen ich wusste, die sind geografisch ganz weit weg. Ähm... Also die... Richtig, weil ich war ja erst mal mit mir selber beschäftigt. Und ich kann mich noch so an einige Sachen erinnern, wo dann auch mal der Gegenüber gesagt hat, mit so einem suffisanten Lächeln. Ja.
Bjørn Andres: Ist die Chance niedrig.
Christoph Teege: Sind Sie jetzt fertig? Haben Sie jetzt Ihr Skript vorgelesen? Haben Sie gut gemacht. Aber ich habe kein Interesse. Hilfe, Panik. Aber ich denke mal, jeder, im Vertrieb anfängt zu arbeiten oder auch immer noch arbeitet, kennt so was. Nur man darf sich halt davon nicht beirren lassen, sondern man darf halt sich also weiterentwickeln, dranbleiben, durchboxen. Und irgendwann ...
Bjørn Andres: Okay, ja.
Christoph Teege: Man hat eine gewisse Souveränität und dann ist das nicht mehr ganz so, wie soll ich mal sagen, unangenehm die ganze Zeit.
Bjørn Andres: Ich habe letztens irgendwo ein gutes Zitat gelesen, wenn du merkst, dass dir genau das wirklich überhaupt nicht liegt und es dir auch überhaupt keinen Spaß macht und das ein Hauptteil deines Jobs ist, dann ist Sales vielleicht für dich nicht das Richtige. Auch das, glaube ich, ist eine gute Erkenntnis. Also einfach wirklich auch für sich zu erkennen, passt das für mich oder passt das nicht. Also das glaube ich auch ein ganz wichtiger Punkt. Ich will noch mal zurück auf das, was da so an Veränderungen passiert.
Christoph Teege: Ja.
Bjørn Andres: wenn du Mitarbeiter im Workshop hast. Die erste Frage ist, wenn dich jemand bucht, Firma, wissen die Mitarbeiter, was auf sie zukommt oder sind die relativ unbeleckt? Wie läuft das ab? Erzähl mal so ein bisschen. Okay.
Christoph Teege: Teils, teils. Teils, teils. Also ich sage den Fügungskräften immer, ... Also ich kenne ja das Team noch nicht. Also die kennen ja ihr Team besser als ich. Ich bin für beides offen. Man kann sagen, liebes Team, ich habe einen Workshop für uns gebucht. Thema raus aus der Komfortzone, mehr verrate ich nicht. Dann ist natürlich der Überraschungseffekt viel, viel größer, wenn die auf einmal in den Raum kommen und sehen Boxhandschuhe. Weil dann ...
Bjørn Andres: Mhm. Mhm.
Christoph Teege: Wie? passiert hier? Soll ich jetzt meinen Kollegen hauen? Darf ich meinen Chef hauen? Nein, natürlich nicht. Die andere Möglichkeit ist, dass die Führungskraft ganz offensiv und offen sagt, hey, ich habe hier dieses Boxenstädt-Mimimi als Workshop gebucht. Keine Sorge, ich glaube nicht, dass wir Mimimi hier im Team haben. Ich möchte aber einfach mal neue Impulse reinsetzen, dass wir auch gar kein Mimimi erst bekommen. Ich bin mit beiden...
Bjørn Andres: Hm? Okay.
Christoph Teege: Ja, Moderation an Moderation fein. Ich überlasse das halt immer der Führungskraft, weil wie gesagt, die Führungskraft kennt ihr Team besser. Ich kann nur meine Erfahrung wiedergeben und freue mich einfach immer auf die neugierigen Gesichter, wenn die halt in den Raum reinkommen und erst mal, Gott, was läuft jetzt hier ab? Genau.
Bjørn Andres: Ja, das glaube ich. Okay, ist das, was dann passiert, also der Workshop selber mit seiner eigenen Energie und allem, dann da rauskommt, sind die je nach dieser Ankündigungsvariante sehr unterschiedlich? Also Energie, auf mitmachen und so weiter und so fort und auch vielleicht Ergebnis oder kippt das sehr schnell und es geht beides in die gleiche Richtung?
Christoph Teege: Ja. Also es geht am Ende beides in die gleiche Richtung in Motivation. Am Anfang sind sie eher verhalten. Naja, warum? Naja, weil die meisten assoziieren Boxen halt mit Boxkämpfen. Rocky, Adrian, so blaue Augen, gutige Nasen und können noch nicht richtig einordnen. Was machen wir hier genau? Und dann fange ich ja an zu erzählen. Ich erst mal die Teilnehmenden ab, ordne das ein, worauf
Bjørn Andres: Hm? Hm? Mhm. Mhm.
Christoph Teege: worauf die sich einlassen, worauf die sich freuen können, spannen dann den Bogen zum Alltag und fangen dann ganz niedrigschwellig mit einzelnen körperlichen Übungen an, sodass sie einfach Vertrauen gewinnen und wissen, alles klar, das ist jetzt hier nicht Wettkampfboxen, sondern das ist jetzt hier wirklich Boxen zur Persönlichkeitsentwicklung. Ich darf mich hier ausprobieren. Ich muss hier nichts vormachen. Ich muss nicht irgendwie gegeneinander gegen irgendjemand anderen Es gibt keine Wettkämpfe, keine blauen Augen, keine Verletzungen, sondern einfach Inhalte. Anti-Mimimi-Strategien. Viel Spaß und ein außergewöhnliches Erlebnis.
Bjørn Andres: Okay, jetzt ist ja keine Wettkämpfe für Vertriebler nicht immer unbedingt spannend, weil Vertriebler lieben ja Wettkampf eigentlich. Ja, genau, richtig. Ja, aber das ist ja, wenn du sagst, wir machen hier keinen Wettkampf, nicht gegen... Ich glaube auch, ist eine sehr spannende Geschichte, ⁓ am Anfang noch mal diesen Bogen wiederzukriegen. Wer ist denn eigentlich mein Gegner? Ich selber.
Christoph Teege: Ich bin beim Boxen.
Bjørn Andres: Wenn ihr das so rausarbeitet, wer ist denn eigentlich mein Gegner? Was machst du da mit den Leuten? Erzähl mal so bisschen. Plauder mal aus dem Nähkästchen. Wie kommst du an diesen ... Also, ich stell mir das vor, wir machen einen Workshop mit meinem Sales Team und wir sitzen da und dann geht's darum, mal so sein eigenen Inneren geht. Vielleicht muss man ihn ja auch erst mal finden, oder?
Christoph Teege: Naja, auf jeden Fall. Also das ist etwas, ... was ich nicht gleich am Anfang mache, ... weil man braucht ja mit Vertrauen. Das ist aber etwas, ... was dann so nach der Mittagspause kommt. Weil dann haben wir so die erste praktische Einheit hinter uns. Wir das Mittagessen. Dann ist man ja so mehr so ein bisschen ... ... sitzen so. Also bei mir auch. Ja, aber ich möchte, dass sie aktiv mitarbeiten. Und dann geht es halt darum, ... um das Thema Ziele erreichen. Das ist natürlich ein Thema, was im Vertrieb auch.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: immer jedes Jahr ein Thema ist. Viele haben da auch Vorwissen. Was ich neu reinbringe, ist halt die Boxmetapher. Und da taucht halt dann der Gegner auf. So und dann geht es halt mal los in die Eigenarbeit, in die Selbstreflektion, um mal zu gucken, ... naja, wer oder was hindert mich denn eigentlich ... im normalen Alltag, bestimmte Sachen zu tun. So und da kommen dann schon mal so Sachen wie, ja
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Mhm.
Christoph Teege: der innere Schweinehund, ich würde ja gerne, aber ich kann den Kunden nicht anrufen, weil ... nee und solche Sachen kommen dann, ja und dann wird das halt aufgearbeitet. Entweder machen wir das in einer Gruppe oder wir machen das halt in Zweiergruppen, dass man halt so wie einen Sparrenspartner hat, sich halt gegenseitig zu unterstützen mit dem Ziel dann
Bjørn Andres: Mhm. Hm? Mhm.
Christoph Teege: gegen diesen inneren Gegner zu gewinnen.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Oder anders formuliert. Wenn ich es nicht schaffe, mich gegen diesen inneren Gegner durchzusetzen. Wie soll ich das denn im normalen Alltag schaffen?
Bjørn Andres: Ja, ja. Okay.
Christoph Teege: Wenn ich zum Hörer greifen will und will eigentlich den anrufen, aber irgendwas blockiert mich. Das ist ein Signal. Gucken, wer oder was blockiert mich da eigentlich? Und was kann ich tun, ⁓ das halt zu überwinden?
Bjørn Andres: Mhm. Das ist doch wahrscheinlich auch öfter mal was sehr persönliches, dann so zu Tage kommt,
Christoph Teege: Ja, aber meistens sind es eher, wir sind ja im beruflichen Kontext und meistens sind das dann eher so Themen, an der Oberfläche sind, die man aber auch noch im normalen Kontext sagen kann, viele haben die gleichen Themen, ähnliche Themen.
Bjørn Andres: Mhm. Okay. Okay, okay, Was sind das? Erzähl mal, was sind denn so Hauptbremser?
Christoph Teege: Hauptbremser ist halt großes Thema Selbstzweifel. Also ich bin noch nicht gut vorbereitet, ... ich bin nicht vorbereitet genug. Ich kann den jetzt nicht anrufen, ... ... es ist vormittags, nachmittags, ... so kann ich nicht. Dann so Sachen wie ... ... ich fühle mich jetzt gerade nicht so ... nach Telefonat. Auch so ein Klassiker. Und ich habe gerade noch andere Sachen zu tun.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Mhm. Das sind ja eigentlich alles, wenn wir mal ehrlich sind, fast alles ausreden. Klingt hart, aber es ist einfach so. Also da ist nichts dabei jetzt, wo man ehrlich sagen muss, okay, bin ich gut genug für meinen Job so ungefähr. Also das ist ja nichts, was wirklich, ich sag mal, tief geht. Okay.
Christoph Teege: Ja. Weitere. Richtig. Und das ist halt das, ich die inneren Mimis nenne. Deswegen Boxen statt Mimimi, weil das Boxen hilft halt körperlich und hilft aber auch mental. für mich, in meiner Welt ist es eben so, eine Person, die ein Ziel erreichen möchte, ist wie der Boxer im Ring. Das ist diese Grundthese bei der Boxmetapher. Und dadurch, dass die ja alle schon mal jetzt geboxt haben, können die das ja auch leichter verstehen.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Mhm.
Christoph Teege: Stell dir vor, du bist im Boxring, möchtest gewinnen, bewegst dich aber nicht. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du gewinnst? Ja, genau, nicht groß. Und wie ist es im normalen Alltag, im Vertrieb? Du kannst ja warten, dass dich jemand anruft. Ja, schön, freue ich mich. Du kannst aber auch selber dich bewegen, selber zum Hörer greifen und selber aktiv werden. Gibt es eine Rückschläge? Ja.
Bjørn Andres: Mhm. Ja, nicht groß. Ja. Ja, aber das hat ja nichts, das ist was, was ich auch in den ganzen Jahren, wo ich Sales mache, das hat ja nie was mit mir persönlich zu tun. Also wenn jemand nicht will, ist das nicht, weil ich doof bin oder weil ich ein Idiot bin oder was weiß ich nicht, was, sondern weil er keine Ahnung, irgendwelche Gründe hat oder auch irgendwelche Vorwände, die einfach nur wichtiger sind, als dass er sich Zeit für mich nimmt, mir zuzuhören.
Christoph Teege: Ja. Nee! Und es ist Teil des Spiels, darfst du nicht vergessen. Also beim Boxen ist es so, wäre naiv zu glauben, dass es beim Boxkampf keine Rückschläge gibt. Ha, Überraschung, gibt es. So, im Vertrieb ist das genau das gleiche. Also wäre doch naiv zu glauben, ach, ich rufe den jetzt an, der nimmt sich eine halbe Stunde Zeit und bucht das auch gleich. Ja, ja, läuft so, Vielleicht bei dir im Sales Team, ja.
Bjørn Andres: Hm? Hm? Hm? Ja, na klar. Nicht? Ach so, okay, gut. Ja, ja, ja, das stimmt. Schön wär's. Nein, genau so wenig, das stimmt. das ist halt einfach, glaub ich, mal wieder ein guter Hinweis, einfach nochmal die Leute klarzumachen. Rückschläge gehören dazu. Das ist, im Endeffekt, du willst ja auch Kämpfe verlieren.
Christoph Teege: Ja. Richtig.
Bjørn Andres: bei der Boxmetapher zu bleiben. Du kannst nicht jeden Kampf gewinnen. Ich glaube auch das ist halt mal eine ganz, ganz wichtige Geschichte. Du kannst auch nicht jeden Kunden gewinnen. Also genauso wenig kannst du ja jeden Boxkampf gewinnen. Wenn du den gegen dich selber gewinnst, bist du ja schon mal weiter vorne.
Christoph Teege: Ja. Richtig. Richtig. und da auch. weil bevor du in den Ring steigst, ist ja wichtig, erstmal den inneren Kampf zu gewinnen. Und wo du gesagt hast, man kann ja nicht jeden Wettkampf gewinnen. D'accord? 100 Prozent zustimmig. Zustimmung. Und es geht ja auch darum, zu gucken, gegen wen steigst du in den Ring? Also ich sag dann immer, ist das überhaupt in deiner Gewichtsklasse?
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Weil manchmal nimmt man sich etwas vor. Ja. Ja. Aber manchmal ist das Ziel einfach drei, vier Gewichtsklassen zu hoch. Oder das Level, der Gegner ist zu stark. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich verliere, sehr hoch. Und wenn ich verliere, das geht wieder auf Selbstvertrauen, traue ich mir weniger zu, dann sage ich, ja, macht ihr doch im Vorfeld Gedanken, ist das Ziel überhaupt in einer Gewichtsklasse? Wenn ja, dann überlegt er genau, willst du das Risiko eingehen? Ist das überhaupt erreichbar? Und wenn nicht, ja, dann würde ich dreimal überlegen oder dreimal überlegen, ob ich mir das überhaupt antun würde.
Bjørn Andres: Mhm. finde ich extrem geilen Hinweis, gerade für Sales. Weil wir haben ja so, also, weiß nicht, ob du das kennst, geht dir vielleicht ja ähnlich, wir haben so Wunschkundenlisten, wo wir uns bei uns im Sales Team einfach mal drauf, wen möchte ich denn eigentlich, wen hätte ich gerne als Kunden? Und da stehen so ein paar drauf, da weiß ich eigentlich genau, natürlich hätte ich die gerne als Kunden, aber die sind halt gar nicht meine Gewichtsklasse. Wo ich genau weiß, gehe ich das an oder gehe ich das nicht an? Und die stehen halt auch schon seit ...
Christoph Teege: Mhm.
Bjørn Andres: Ich jetzt bei Überblick, seit drei Jahren stehen die bei mir auf meiner Wunschkundenliste und die werden da wahrscheinlich die nächsten 30 auch noch draufstehen. Was nichts daran ändert, dass ich nicht als Wunschkunde hätte. Ich aber einfach auch genau weiß, das macht eigentlich auch gar keinen Sinn, da Zeit und Mühe, in Anführungszeichen, zu investieren.
Christoph Teege: Ja. Mmh.
Bjørn Andres: Weil wir spielen in unterschiedlichen Ligen. Das ist wie mein Lieblings-Fußball-Vergleich. Ich bin eigentlich unterwegs in der dritten Bundesliga und soll auf einmal gegen jemanden spielen, der Champions League spielt. Kann man mal machen, wenn man weiß, dass man danach irgendwie 11 Gegentore eingeschränkt kriegt, macht es halt keinen Spaß. Insofern finde ich das sehr, sehr schönes Bild. Das einfach auch wirklich mal sich zu analysieren und zu überlegen, ist das eigentlich meine Liga, in der ich spiele?
Christoph Teege: Mhm. Grüß dich!
Bjørn Andres: Ist aber generell, glaube ich, doch auch ein Thema, sich mal zu fragen, die Liga, in der ich da spiele oder die Liga, in der ich da boxe, ist das überhaupt meine?
Christoph Teege: Ja, das kriegst du beim Boxen relativ schnell raus, wenn du dich wirklich auf einen Wettkampf vorbereitest, dann hast du sogenannte Trainingspartner, Sparringspartner, mit denen du halt so Wettkämpfe simulierst. Und die sind in der Regel besser als du. In der Regel.
Bjørn Andres: Mhm. Ist das wirklich bewusst gewählt auch so, dass die besser sein sollen als du?
Christoph Teege: nicht unbedingt. kann ja auch mit Sparringspartnern üben, die ein bisschen schlechter sind als du, sondern kannst du halt andere Sachen üben. Der Punkt ist einfach, wenn du mit Besseren übst, hast du sehr viele Lektionen in Demut. du... Also, das ist wirklich mental sehr anstrengend. weißt, theoretisch hast du eigentlich keine Chance gegen den.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Und trotzdem probierst du es, einfach ⁓ deine Skills zu verbessern. Und dann kommt es halt auch auf den Sparringspartnern drauf an. Wenn er sein Ego zurückstellen kann, dann kannst du davon profitieren. Wenn er aber sagt, boah, geil, da kann ich richtig draufhauen, ja, dann dauert der Sparring ein paar Sekunden und dann hast du da blutige Nase und hast eigentlich keinen Bock mehr. Aber kein richtiges Training.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Okay.
Christoph Teege: Sondern, also klar, du findest halt beim Sparring heraus, wo kannst, also ⁓ bei deinem Beispiel zu bleiben, wo kannst du dich einordnen in welcher Liga? So, also bist du, bist du Anfänger, bist du Fortgeschrittener oder bist du halt auf dem Weg zum Profi? So, und bei mir war es halt so, ich hatte ja nach dieser ganzen Geschichte im Fernsehen, habe ich noch einige Jahre aktiv weitergeboxt, hatte auch den
Bjørn Andres: Mhm. Mhm, okay.
Christoph Teege: ein Angebot als Profiboxer zu arbeiten. Ich habe das dann aber aus den Gründen abgelehnt, weil ich gesagt habe, ja, ein bisschen boxen kann ich, aber jetzt mit 36, 37 eine Karriere hinzulegen als Profiboxer, nö, das sind die Erfolgsraussichten sehr gering.
Bjørn Andres: Mhm. Ja. Muss nicht. Das mit dem Sparring finde ich ziemlich cool, weil wir lesen ja ganz häufig, dass es Menschen gibt, die sich als Sparringpartner für, keine Ahnung, was Geschäftsführer, für Vertriebsleiter, für XYZ irgendwie anbieten. Was ich da ganz spannend finde, ist, wenn du dir dann mal anguckst, was diese Menschen gemacht haben, und jetzt nehme ich mal deine Metapher, dann sitze ich da ganz oft und denke mir so, hm, okay. Aber der sollte ja eigentlich Minimum auf Augenhöhe sein, wenn ich mich weiterentwickeln will oder drüber gewesen sein. Also macht ja Sinn. Find ich dann oder ist mir schon öfter dann mal über den Weg gelaufen, wo ich gedacht hab, okay, warum bist du jetzt mein Spareringspartner in diesem Fall? Also das ist halt auch nochmal so ein ganz, ganz wichtiger Punkt, glaube ich. Wenn man sich einen Spareringspartner sucht, darauf zu achten, vielleicht so als kleinen Tipp an die Leute draußen. Was kann denn der eigentlich?
Christoph Teege: Wichtig. Ja, definitiv. Also wie gesagt, der Begriff kommt aus dem Boxen und normalerweise ist es so, die benutzt man, sich auf einen Wettkampf vorzubereiten. Und dann ist es halt schon schön, wenn der Sparringspartner ein bisschen besser ist oder im Idealfall genauso boxt wie dein potentieller Gegner. Jetzt im beruflichen Kontext sehe ich das auch sehr häufig. Also viele Trainer, Berater, Coaches nennen sich halt Sparringspartner. Wahrscheinlich, weil es einfach cool klingt.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm.
Christoph Teege: So, keine Ahnung. Weil wenn man sich die Biografie anguckt von einigen, da frage ich, okay, Spannungspartnerbegriff aus dem Boxen, hat der irgendwas damit zu tun? Nee, gut, dann einfach den Begriff übernommen, ist ja auch okay. Nur, die sollten vielleicht, wie du gesagt hast, auf Augenhöhe sein oder vielleicht sogar ein bisschen drüber.
Bjørn Andres: Ja, finde ich auf jeden Fall nochmal einen guten Hinweis. Vielleicht auch für Leute, die sich Coaches suchen und solche Geschichten. Das ist so ein ganz wichtiges Ding. Ich würde gerne nochmal, ich weiß, ich reite da so bisschen drauf rum, aber ich finde das super spannend. Was macht denn das mit mir eigentlich, wenn ich auf einmal merke so, okay, da lösen sich Blockaden bei mir, die ich selber so hatte und ich merke auf einmal, okay, was, was. wenn mir kalter Quise keinen Spaß macht, am Telefon. Das wird sich ja nie ändern. Vielleicht wird es für mich nur nicht mehr ganz so unangenehm. Es muss ja auch nicht unbedingt vielleicht den größten Spaß machen, vielleicht ist es dann so, dass es wenigstens erfolgreich funktioniert. Auch wenn es keinen Spaß Wobei es dann ja meistens an Spaß gekoppelt ist. Komischerweise. Erfolg fängt ja an Spaß zu machen. Ist zumindest meine Erfahrung. Was das mit Menschen macht, das finde ich einfach nochmal super spannend, weil ich glaube, dass das was ist, was wir viel zu selten machen, nämlich mal uns bereitwillig mit unserem eigenen inneren Schweinehund auseinanderzusetzen und zu sagen, okay, ist klar, warum ist denn das eigentlich so? Lass uns da doch noch mal so ein bisschen drüber sprechen. Hast du ein paar Tipps, wie ich das jetzt nicht unbedingt mit Boxen in Anführungszeichen auch noch so machen kann, sondern was kann ich noch machen außer irgendwie immer wiederholen, weil immer wiederholen und ich kriege trotzdem auf die Fresse, macht es ja nicht schöner.
Christoph Teege: Ja, dazu habe ich hier fünf Faustregeln vorbereitet. und eine laute bereite dich vor. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Und zwar geht es halt darum Schweinehund. Was ist der Schweinehund? Der Schweinehund ist ja nichts anderes als eine Bewertung von Gedanken.
Bjørn Andres: ⁓ mhm, mhm. Mhm.
Christoph Teege: Wenn ich und wichtig ist, ich lade den halt immer ein zu einem Gespräch, zu einem Meeting. Ich mache ein inneres Meeting, weil der ist ja wichtig. Der sagt mir ja irgendwas. So und dann gibt es aber als Pendant zu dem Schweinehund gibt es auch den inneren Kämpfer. Der sagt, ich will das aber. Ich habe mir vorgenommen XYZ zu machen, weil. So und dann lasse ich die beiden miteinander sprechen. Die beiden machen ein Sparring, also bildlich gesprochen.
Bjørn Andres: Vielen Dank. Hm?
Christoph Teege: So und manchmal gewinnt der Schweinehund, manchmal gewinnt der innere Kämpfer. Wovon ist das abhängig? Naja, ist zum Großteil davon abhängig, welche Motivation dahinter steckt. Also warum will ich das überhaupt machen oder wozu steige ich in den Ring? So wenn mir das nicht klar ist, dann fällt es dem Schweinehund sehr leicht oft zu gewinnen, weil mir dann einfach die Motivation fehlt.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: das tun, was ich eigentlich tun wollte. So für den Anfang. Und dann, wenn ich es geschafft habe, ... ... selber zu überzeugen, ... ... mir selber das zu verkaufen, ... warum ich das machen möchte, ... dann ist natürlich der nächste Schritt, ... ... in die Bewegung zu kommen. Also zu machen, ... zu tun. Und je regelmäßiger ich das mache, ... ... umso mehr bildet sich daraus eine Gewohnheit ... und dann meldet sich halt der Schweinehund, ... ja, aber heute ist sowieso ... ... ja halt die Klappe, wir machen das immer so.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Wir machen das. Zack.
Bjørn Andres: Ja.
Christoph Teege: Und dann wird er irgendwann immer leiser. Weil jeder von uns hat, putzt sich die Zähne jeden Morgen, jeden Abend. Wenn sich da der Schweinhund melden sollte, meldet sich bei vielen nicht, weil es ist einfach in Fleisch und Blut übergegangen. Es ist einfach eine Gewohnheit. Und wenn ich im Vertrieb mir Gewohnheiten etabliere und sage, ich rufe jeden Montag von 8 Uhr bis 8.30 Uhr,
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Ja.
Christoph Teege: die Leute an, also eine halbe Stunde. Ich mache das jeden Montag ... oder ich mache es jeden Tag, mache ich jeden Morgen, ... bevor ich mit der Arbeit oder das erste, was ich mache, ... bevor ich mir einen Kaffee hole, ... ich setze mich ans Telefon und telefoniere. Das ist die erste Woche echt mühsam, ... die zweite Woche vielleicht auch ... ... und nach der dritten Woche wird es ... allmählich zu einer Gewohnheit. Und dann muss man sich gar nicht mehr groß aufraffen, gar nicht mehr groß motivieren. Man sich keine Motivationssprüche, keine Monday Motivation Quotes angucken, sondern man fährt ins Büro und macht seine Arbeit.
Bjørn Andres: Ja, ja, okay. Jetzt haben wir ja nicht nur den Schweinehund, sondern wir haben ja, also gerade im Vertrieb, ich hab mit vielen Vertrieblern gesprochen in letzten Jahren, wir haben ja noch einen zweiten Freund vom Schweinehund, das ist der Imposter, der uns ja auch öfter mal begleitet. Ich glaube, da ist der Kampf dann doch schon etwas anders und etwas härter, oder? Im Vergleich. also, Resultat glaube ich ähnlich und ich bin auch dabei, dass man ja auch diesen mit einfach, ich mach das einfach, egal was passiert. Aber trotzdem ist der Ansatz ja wahrscheinlich ein anderer, oder? Was würdest du sagen?
Christoph Teege: Hast du ein konkretes Beispiel dafür?
Bjørn Andres: Ja, habe ich. Artist Circus dieses Jahr. Nee, letztes Jahr. Der zweite Artist Circus. Und ich habe einen Workshop gemacht zum Thema Sales auf Messen. Ich habe ein Jahr lang dafür gekämpft, dass ich da teilnehmen durfte als Workshop-Sprecher und habe wirklich immer und immer wieder die Veranstalter genervt. gesagt, seid ihr schon weiter in eurer Entscheidung, darf ich. Das war voll easy für mich, weil ich wusste, das ist mein Ziel, da will ich drauf hin.
Christoph Teege: Ja.
Bjørn Andres: Als das dann soweit war, war dann lustigerweise der kleine Vogel, der da links auf der Schulter sitzt, sehr groß und sehr laut und sehr präsent und der sagte, was willst denn du da? Du hast doch gar nichts zu sagen. Warum glaubst du denn eigentlich? Und jetzt ist ja noch viel schlimmer. Jetzt haben sie zugesagt und du hast auch schon zugesagt und jetzt bist du dran. So, aber eigentlich glaubst du wirklich, dass das irgendwen interessiert?
Christoph Teege: Mh. interessant
Bjørn Andres: Mhm. Und da war mein Mimimi relativ groß. Und ich hab echt lange, lange, lange, lange, lange, lange gekämpft, auch mit mir selber, ⁓ diesen schönen Begriff mal zu nehmen. Hast du da was dir da so spontan einfällt?
Christoph Teege: Ja, ja. Ja. Ja, lass mich raten. Also da war wahrscheinlich auf der einen Seite so diese Stimmen, ja, was willst du da überhaupt? Das interessiert doch keinen. Aber auf anderen Seite waren da bestimmt auch Stimmen, die gesagt haben, ey, mach's trotzdem, ist doch mega geil. Du hast 30 Jahre Sales-Erfahrung, du hast ein Jahr dafür gekämpft, du bist den höflich-hartnäckig, bist du drangeblieben, alle paar Wochen hast du dich gemeldet, alle paar Wochen. Da müsste da irgendwie in dir irgendwie eine Stimme sein, die gesagt haben,
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Ja, traue ich mir zu. Ich bin mir ziemlich sicher. Weil sonst würdest du das nicht machen. War auch. Und wenn du jetzt diese beiden dir anhörst, dann kannst du ja Pro-Argumente, Contra-Argumente, kannst du jetzt eine Liste aufschreiben. Welche Argumente überwiegen denn?
Bjørn Andres: Ja. Ja, war doch. Ich habe es auch tatsächlich so gemacht, deshalb ist es einfach ein schönes Beispiel. Ich habe mich pro und contra, sondern ich habe mich hingesetzt und habe mir gedacht, was kann dir denn passieren? Das war so eigentlich meins. Was kann dir im schlimmsten Fall passieren? Im schlimmsten Fall bucht keiner deinen Workshop und du stehst da alleine, dann kannst du sofort wieder, okay, fertig, wunderbar, alles gut. Das war so das, was dann irgendwann da stand. Aber das ist ja das Lustige. In dem Moment kommt dann als Gegenpartie, ja, aber was machst du denn, wenn jemand bucht? Also diese Situation ist schon recht absurd, muss man ehrlicherweise sagen. Aber ich glaube, es fühlen einfach viele, weil es genau so dieses Ding ist. Einerseits weiß ich, okay, ja, ich hab da was zu sagen und das ist auch ein Thema, für das ich brenne und auf das ich Bock hab. Und ich hab auch Erfahrung damit. ich labere da nicht nur irgendeinen Scheiß daher, sondern ich weiß schon ziemlich genau, was ich mache. hab auch Idee, was ich erzählen will, noch wichtiger. Gleichzeitig aber schon immer noch so dieses... Boah, ey... ⁓ Bin ich dafür geeignet? Jetzt kommen wir auf das, was du am Anfang gesagt hast. Deshalb finde ich, passt das so schön? Bin ich dafür eigentlich gut genug, das zu machen? Das war wirklich für mich tatsächlich auch eine der Kernfragen dann hinterher in diesem Zwiegespräch dieser zwei, die ich beantworten musste.
Christoph Teege: Und wie lautet die Antwort?
Bjørn Andres: Die Antwort lautet ja natürlich. Logo, ich hab's ja auch gemacht. Aber es ist halt trotzdem ... Es ist faszinierend, wie viele, gerade im Sales auch einfach so, das ist was, was ich echt immer wieder höre und lese und auch in Gesprächen, mir Leute sagen, wie viele mit dieser Impostor-Geschichte zu kämpfen haben. ist so dieses ... Wenn ich jetzt einen Erfolg habe, ich erreiche Ziele, dann ...
Christoph Teege: Hm?
Bjørn Andres: war bei mir so ganz lange, dass ich das gar nicht richtig feiern konnte. Sondern das war so zielerreicht, alles klar, wo ist das nächste? Ist übrigens was, was ich im Sales sehr häufig feststelle. Dass die Menschen sehr, sehr, sehr, sehr getrieben sind da ganz, ganz oft und sehr, ja, das reicht ja nicht. Was ich da tue.
Christoph Teege: Okay. Hmm... Mhm. Ja. Ja, Ja, ist auch ein schmaler Grat. Also ich bin auch so jemand, der lernen durfte, Erfolge zu feiern und zu genießen. So, bei mir war es halt auch so Ziel erreicht, zack, nächste. Und dann immer so immer ein bisschen mehr. So, ne, dieses klassische Höher, schneller, weiter. Bis ich dann selber mal gelernt habe, für mich diese Erfolge mal aufzuschreiben. Ich hatte, dann so eine, ja, eine Kladde gehabt und hab das mal aufgeschrieben.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Mhm.
Christoph Teege: Und das hat mir auch immer geholfen, wenn ich in Momenten war, dann so, ja, das schaffst du nicht, du bist zu jung dafür, nicht gut genug. Und wenn du dir dann mal so deine eigenen Erfolge dir anguckst, die du aufgeschrieben hast, teilweise auch mit Fotos oder so, dann wird diese Stimme sehr schnell sehr leise. Weil du dann sagst, ey, aber guck mal, ich hab das geschafft. Ich hab das geschafft.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Das ist mir auch gelungen. Dann schaffe ich doch das nächste auch. Und da gebe ich halt immer so die Empfehlung, relativ, also klein, nicht unbedeutend, aber kleinen, schnell erreichbaren Erfolgen zu arbeiten. Weil dadurch baust du dir dieses Fundament auf. Und wenn dann irgendwann so eine Herausforderung an die Tür klopft, und du dir sagst, uuuuh...
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: Okay, lass mich kurz überlegen. Ja, ich mach das. Du kannst darauf vertrauen. Du hast es in der Vergangenheit, hast du bestimmte Herausforderungen gemeistert. Dann schaffst du doch die nächste Herausforderung auch. Vorausgesetzt, ist in deiner Gewichtsklasse. Das ist immer ganz wichtig.
Bjørn Andres: Mh. Sehr schöner Hinweis. Ja, finde ich auch sehr gut. Das nochmal wirklich speziell zu betonen. Finde ich fast cool, wir, je länger wir eigentlich auf das Pudels Kern kommen zum Schluss, sich selber dann auch mal irgendwie zu erlauben, sich zu feiern für das, was man erreicht hat und sich selber mal die Zeit und die Ruhe zu nehmen und zu sagen, ey, das war gut. Und nein, du musst jetzt nicht gleich den nach einem Kampf den Nächsten angehen, sondern ...
Christoph Teege: Ja, auf jeden Fall.
Bjørn Andres: Das kann jetzt auch mal bisschen sacken lassen und das darf auch mal, keine Ahnung, bisschen gefeiert werden. Ich habe ein schönes, schönes Sportbeispiel auch wieder, fand ich relativ spannend. Nachdem die New England Patriots das Halbfinale im AFC-Championship-Game gewonnen haben, hat der Trainer zu ihm gesagt, also es gibt heute Nacht keine Zeitbegrenzung, aber wer morgen früh 8 Uhr nicht im Bus ist, spielt nicht beim Superbowl. Kannst davon ausgehen, das gesamte Team saß 8 Uhr pünktlich im Bus, 100 %ig, weil jeder will im Superbowl spielen.
Christoph Teege: Ja. Ja, wirklich.
Bjørn Andres: ... trotzdem glaube ich, wenn sie schon gefeiert haben. Das ist halt glaube ich schon das, was ganz wichtig ist. Einfach sich selber auch mal zu erlauben, ... gut zu sein, was zu schaffen und dann das auch mal ... mal sacken zu lassen und mal stehen zu lassen. Was uns im Sales ja nicht immer leicht fällt, ... ... weil das letzte Jahr ist vorbei, ... Jahresende, alle haben zum Jahresende ... richtig Gas gegeben, richtig, richtig, richtig. Dann kommen ...
Christoph Teege: Ja, natürlich. Ja. Mh.
Bjørn Andres: 14 Tage Pause, die ist relativ lang, mit den Tagen zwischen den Tagen und so weiter. Und dann geht der Januar los und dann kommt sofort wieder Ziel Q1. Bums. Und jetzt haben wir gerade den 2. Februar und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber der Januar ist so. Ich habe jetzt noch das Gefühl, ich habe gestern Silvester gefeiert. Also auch da wieder so eine Geschichte. geht ja mein Sales, mein nächstes Jahr geht los.
Christoph Teege: Hmm. Hm.
Bjørn Andres: Mein nächstes Quartal geht los, mein erster Monat ist schon rum. Gott, Gott, Gott, ich hab schon wieder tausende Ziele. Nicht ganz einfach auch, oder?
Christoph Teege: Richtig, richtig. Ja, und auch da, wie viele Wettkämpfe kannst du denn gleichzeitig bestreiten als Boxer?
Bjørn Andres: Ein.
Christoph Teege: Richtig. Und wie viele Ziele kannst du gleichzeitig versuchen zu erreichen im Alltag? Wir versuchen immer 1000. So und ich sag dann immer, ich bin ja auch im normalen Berufsalltag unterwegs, hab natürlich auch viele Ziele in verschiedenen Lebensbereichen. Kurz, mittellang und kenn auch die Smart-Formel und kenn das alles. Und manchmal neigt man halt dazu, sich zu verzetteln.
Bjørn Andres: Eins, ja.
Christoph Teege: Und dann hilft es mir immer zu sagen, was ist denn jetzt mein Hauptwettkampf für die nächsten 90 Tage zum Beispiel oder für Q1? Was ist das eine Ziel? Was ist der Hauptwettkampf, wo ich meinen Fokus drauflegen will? Weil erstaunlicherweise ist es so, wenn ich ein Ziel habe, was eine sehr hohe Wirkung hat, wenn ich das erreiche, werden automatisch viele kleinere Ziele automatisch auch erreicht. Was machen wir? Wir gucken so im Kleinen, Kleinen und machen dies und das und jenes. Sind getrieben und oh Gott, schon wieder Freitag. Hab gar nichts geschafft die Woche, weil ich war ja nur im Reagieren. Ja, dreh das doch mal um und sag, was willst du denn erreichen? Also was ist denn dein Hauptwettkampf? Worauf legst du denn deinen Fokus? Was ist deine Prior 1? So und mach die Prior 1. Da gilt das Highlander Prinzip. Es gibt nur eine Prior 1.
Bjørn Andres: Mhm.
Christoph Teege: nicht 1.1 und es kann nur einen geben. Und da mal wirklich Zeit drauf zu legen, sich zu überlegen. Gut, wir haben jetzt Februar. Was ist denn jetzt für Februar mein Hauptwettkampf? Wo lege ich den Fokus drauf? Oder für Q1 oder Q2, Q3, Q4? und sich dann wirklich Zeit freinehmen, was heißt, na ja freinehmen, aber Zeit blocken, ⁓ daran zu arbeiten.
Bjørn Andres: Finde ich super gut. Ja, super, super guter Hinweis, muss man wirklich sagen. Weil ich glaube gerade so echt diese ganze Hastelei mit wie erreichen wir Ziele und was haben wir alles und wie viel, wie viel Dinger machen es ja eigentlich auch echt, echt crazy. Ich habe auch, ich habe im Januar, das auch immer wieder ein eigenes Beispiel, ich habe im Januar auch gedacht, okay, knapp dran vorbei gerutscht und dann kriege ich, Samstagnacht 0.15 kriege ich noch einen Vertrag reingeschickt vom Kunden. Damit ist das Januar Ziel erreicht gewesen, mein eigenes, wo ich gedacht habe so Okay, alles klar. In dem Moment, wo du gar nicht mehr damit rechnest. Wer wurscht, aufs Quartal gesehen, hätte es wahrscheinlich nichts ausgemacht, aber war halt schön. Okay, ich kann für mich an den Januar doch noch einen Haken machen. Auch das, übrigens, glaube ich, ist was. Manchmal muss man einfach auch darauf vertrauen, dass es funktioniert. Weil, wenn du weißt, du hast alles gegeben dafür, dann ...
Christoph Teege: Ja, schuld. Du kannst es dir nicht erzwingen. Genau. Du kannst ja nicht dem Kunden quasi ... Pistole auf die Brust setzen und unterschreiben. Das funktioniert nicht. Du kannst halt wirklich nur versuchen ... den Kunden bestmöglich zu verstehen. Zu gucken, wo steht er, was braucht er? Kann ich ihm mit meiner Dienstleistung weiterhelfen? Dann erzähle ich ihm das. Aber am Ende ist es doch seine Entscheidung, ... die er treffen muss. Und manche brauchen halt bisschen länger. Und bei manchen geht es bisschen schneller. Manche brauchen noch ein paar mehr Informationen. Bei manchen auch nicht. Und manche, ich glaube, da haben wir auch schon mal darüber gesprochen, wichtig ist halt auch zu gucken, kann der das überhaupt gebrauchen? Also, adressiere ich die richtigen Menschen?
Bjørn Andres: Ja, haha! Ja, finde ich auch nochmal super.
Christoph Teege: Weil ansonsten redest du dir den Mund vorsichtig, du telefonierst, triffst einen Rückschlag nach dem anderen und stellst fest, also die brauchen das gar nicht. Also 0,0. Das ist gar kein Bedarf. Also nicht mal irgendwie ansatzweise. Ja.
Bjørn Andres: Ja, genau. Ja, wird schwierig dann, das stimmt, da hast du recht. Ja, sehr, sehr, sehr cool. Mein Lieber, ich schaue auf die Uhr, das ist immer meine Aufgabe, und stelle fest, wir sind bei fast 50 Minuten, sind also voll im Soll. Drei Tipps von dir für Vertriebler, schnell zusammengefasst, wie du deinen eigenen Gegner innen drin nicht besiegen, aber leichter mal angehen.
Christoph Teege: Wird sehr schwierig. Mhm. ⁓ schön. Mhm. Punkt 1, bereite dich vor. Punkt 2, bewege dich selbst. Und Punkt 3, bringe es zu Ende.
Bjørn Andres: Mhm. Mhm. Die finde ich alle drei wahnsinnig gut. Und für die treuen Zuhörer unseres Podcasts, die wissen, was jetzt kommt, wir fragen immer zum Schluss nach deinem eigenen größten einer, der dir Erinnerung geblieben ist, Sales Fail der letzten Zeit. Hast du einen, wo du weißt, so ... Und magst du ihn mit uns teilen? Noch viel wichtiger die Frage.
Christoph Teege: Ja, da muss ich wirklich überlegen. Also wirklich ist ein Klassiker auch wirklich jetzt nicht so dramatisch, aber für mich, meinen inneren Perfektionisten schon hart an der Grenze, wenn man den Namen falsch geschrieben hat. Ja, ist ja nicht so schlimm. Ja, aber für mich, ⁓ gruselig. Also ich habe meinen Namen falsch geschrieben in letzter Zeit.
Bjørn Andres: Fühle ich fühle ich fühle ich voll passiert mir auch noch schlimmer finde ich wenn du emails hast du hast zwei emails mit zwei die den gleichen vornamen hatten und unterschiedliche nachnahmen in unterschiedlichen companies und eigentlich Du siehst du weißt du nicht so genau oder das
Christoph Teege: Ja, wie gesagt, kann mir auch leicht und leid. Und die Person hat es auch wirklich sympathisch rüber. Also hat es auch persönlich angenommen und hat gesagt, du bist nicht der Erste. Ich wurde auch schon als Frau und dies und das und so.
Bjørn Andres: Hm? Sehr, sehr, sehr cool. Sehr, sehr cool. Mein Lieber Christoph, ich sag vielen, Dank für so viele spannende Insights. Vielen Dank dafür, dass du ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert hast. Leute an dieser Stelle mal, wer Bock hat auf einen Workshop mit Christoph Ochsenstadt, mimimi, vernetzt euch mit ihm auf LinkedIn. Schaut mal, was er so schreibt. Hört mal, was er so erzählt. Der hat eine ganze Menge zu erzählen. Allen anderen...
Christoph Teege: Ja.
Bjørn Andres: Kann ich nur nahelegen, wenn ihr unseren Podcast noch nicht abonniert habt, tut das auf jeden Fall. Spotify, Apple Podcasts, Poddigi, egal wo, ihr findet uns auf allen gängigen Plattformen. Ihr findet uns auf LinkedIn, TikTok, Insta, hört euch alle Folgen an, auch die von Eileen und Patrick, die gemeinsamen Folgen. Wir sind jetzt seit über einem Jahr dran und dieses Jahr kommen noch, und das kann ich euch sagen, viel mehr so spannende Gäste wie der liebe Christoph insofern. Ja, seid gewiss, es wird sich lohnen, auch mal einen Blick über den Sales Teller ranzumachen. Christophs letzte Wort an dich.
Christoph Teege: Dankeschön für die Einladung. ja, wie du gesagt hast, ich freue mich auf alles weitere, was kommt. Alles Gute allen Zuhörern und Zuhörerinnen.
Bjørn Andres: Danke. Danke euch. dann. Tschüss.
Christoph Teege: Ciao!
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