CEO mit 14
Shownotes
Vernetzt euch jetzt mit Patrick und Dominik auf LinkedIn…
Patrick Minßen: https://www.linkedin.com/in/patrick-minssen/
Dominik Schkalei: https://www.linkedin.com/in/dominik-schkalei/
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Patrick Minßen: Herzlich willkommen bei einer neuen Folge von UNgefiltert, dem authentischen Sales Podcast. Und ihr glaubt es nicht, was ich geschafft habe. Ich habe es tatsächlich hinbekommen, Dominik Schgalei mal in diesem Podcast zu kriegen. Und wer fleißig auf LinkedIn unterwegs ist und sich auch für die junge Gründerszene ein wenig interessiert, wird ihn da sicherlich schon gesehen haben. Dominik ist CEO seines eigenen Unternehmens und dabei ist er erst oder schon 14 Jahre alt. Bewertet selbst, wie ihr das seht. Dominik wird uns jetzt mal erzählen, wie es dazu kam und was es damit auf sich hat. Dominik, ich grüße dich. Schön, dass du da bist.
Dominik Schkalei: Vielen Dank. Ja genau, bei mir hat das Ganze schon recht früh angefangen. Ich mache ja Werbemittel für Unternehmen aus dem 3D-Drucker. Und mein Unternehmen hat aber gar nicht so angefangen. Ich habe damals selbst mit einem ganz einfachen 3D-Druck-Service angefangen und habe dort jeden möglichen Auftrag für den Kunden produziert. Und das hat den Hintergrund, als ich ungefähr 9 Jahre alt war, habe ich von meinen Eltern zu Weihnachten ein 3D-Drucker geschenkt bekommen. Und für ein Kind welches... ich sag mal, sehr kreativer und sehr viele Ideen hatte, die er umsetzen wollte, war das natürlich eine tolle Möglichkeit, diese Ideen dann auch wirklich zu was haptischem zu machen, etwas, was nicht nur ein Idee im Kopf ist. Und jedenfalls ist dann mein Hobby gewachsen und ich hab auch gesehen, dass es zum Beispiel bei Freunden ein super cooles Thema ist, das es gut ankommt und dass diese 3D-gedruckten Sachen nicht nur irgendwas ist, was vielleicht für ein Kind interessant sein kann, sondern was auch für die größere Gesellschaft, was wirklich cool ist. Dementsprechend bin ich da immer mehr reingegangen, hab immer mehr gelernt, Fähigkeiten angesammelt. Irgendwann kam der Punkt, wo ich mir selbst dachte, ich will das eigentlich verkaufen können. Dann hab ich auch damit angefangen. Irgendwann ist es immer weitergewachsen, dass ich gesagt hab, das soll offizieller sein. Und dann ist das natürlich damals das erste Mal, ich drüber nachgedacht habe, so mit 10 oder 11 Jahren, ist das nicht so leicht, zum einen das offiziell zu machen und zum anderen das seinen Eltern zu erklären. Und jedenfalls habe ich dann auch Möglichkeiten gesucht und dann kam sozusagen der Gedanke auf, gibt, beziehungsweise Kinder sind ja bis zum 18. Lebensjahr nur beschränkt geschäftsfähig. Es gibt aber auch eine Floskel, die besagt, mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigung und den Familiengericht darf man auch schon vorher in Unternehmen gründen. Und genau diesen Weg bin ich eben gegangen. habe mir die Erlaubnis des Familiengerichtes eingeholt und genau so kam das dann dazu.
Patrick Minßen: Wahnsinn. Also wenn man sich das mal so im Schnelldurchlauf anhört, das finde ich richtig cool, dann sind da ja unglaublich viele Schritte in einem relativ kurzen Zeitraum zusammengekommen, die du so gehen musstest, überhaupt dort zu landen, wo du heute bist. Lass uns mal kurz zurückgehen. Als du neun Jahre alt warst, hast du also deinen ersten 3D-Drucker geschenkt bekommen. Warum überhaupt? Wer kommt denn auf die Idee einem Neunjährigen, einen 3D-Drucker zu schenken? Wie kannst du das erklären?
Dominik Schkalei: Bei mir war das damals so, dass ich Spiele entwickelt habe. Man kann ja 2D-Spiele entwickeln und 3D-Spiele. Irgendwann habe ich damit angefangen und dann habe ich Figuren erstellt. Und diese Figuren wollte ich auf meinem Schreibtisch stehen haben. Und dann ist das auch ein bisschen schwierig, weil die sich so zu bestellen ist sehr teuer. Und andere Fertigungsmethoden, außer dem 3D-Druck, haben nicht wirklich in Frage. Deshalb habe ich probiert, meine Eltern immer bisschen zu überreden. Sie waren dann noch so etwas zögerlich. Aber so kam das dann dazu. dass ich es dann zu Weihnachten bekommen habe.
Patrick Minßen: Das heißt, bist über deine Leidenschaft dieser Spiele erst auf das Thema 3D-Drucken aufmerksam geworden und hast dann herausgefunden, dass es Maschinen gibt, mit denen man sich diese Figuren zu Hause selbst drucken kann. Daher kam dann dein Wunsch, verstehe ich das richtig?
Dominik Schkalei: Genau, vorher kannte ich den 3D-Druck so noch gar nicht. Bestimmt hat man mal davon gehört, aber es war mir kein gängiger Begriff und dadurch ist es an Erso so richtig dazu gekommen.
Patrick Minßen: Okay, und dann hast du also diesen 3D-Drucker zu Hause. Ich versuche mir das gerade so bisschen vorzustellen. Und dann steht dieses technische Gerät da auf deinem Tisch. Und du musst dich natürlich erstmal damit auseinandersetzen, wie funktioniert das alles überhaupt? Ist das komplex? Kann das jeder? Muss man das erst lernen? Wie funktioniert das?
Dominik Schkalei: Ich muss sagen, heutzutage ist das alles recht einfach mit den Maschinen, sind recht benutzerfreundlich. Damals war es aber noch bisschen anders. Maschinen, ich musste meinen Drucker teilweise jeden Tag irgendwie reparieren, irgendwas anderes halt machen. Und ich muss sagen, aber das war auch für mich bis heute sehr wichtig, weil ich halt dadurch die Kernfähigkeiten gesammelt habe, wie ein Drucker funktioniert, woraus bestehen die Drucker, welche technischen Teile sind drinne verbaut. Und man bekommt ein ganz anderes Verständnis dadurch, wenn man an so einem Drucker selbst rumschraubt und verschiedene Dinge probiert.
Patrick Minßen: Und hast du da auch so Situationen erlebt, wo dann mal gar nichts funktioniert hat und du dich irgendwie in stundenlanger, kleinteiliger Arbeit da rausarbeiten musstest oder ist das immer alles reibungslos abgelaufen?
Dominik Schkalei: Es war teilweise so, dass man dann drei, vier Tage an einem Projekt war schon so richtig frustriert, weil man ja weiter drücken will, vorankommen will. ja, manchmal ist auch die Lösung ganz, ganz leicht gewesen, nur man kam halt einfach nicht drauf. Genau.
Patrick Minßen: Also diese Lösungskompetenz zu haben, da tief einzusteigen und nicht locker zu lassen und dann auch wirklich den Weg zu finden, da rauszukommen, ist, glaube ich, unglaublich wichtig, dass man das kann. Aber ist ja in dem Alter, in dem du damals warst, auch bemerkenswert, dass du diese Geduld aufgebracht hast? Oder gab es da jemanden, der an deiner Seite war und dich dabei unterstützt hat und dir gut zugeredet hat oder vielleicht auch mal versucht hat, dir das ein oder andere Problem gemeinsam zu lösen?
Dominik Schkalei: Also ich muss sagen, mein Vater hat mir viel geholfen, gerade wenn es dieses ganze Technische geht. Es war aber, die Motivation kam auch viel von mir selbst, weil ich ja weiterkommen wollte. Ich wollte weiter drücken, weil mir das einfach extrem viel Spaß gemacht hat und ich gemerkt habe, ich wachse auch daran gewissermaßen. Das hilft mir weiter.
Patrick Minßen: Und dann kam irgendwann der Moment, wo es nicht mehr nur für dich interessant war, sondern wo auch andere Menschen darauf aufmerksam geworden sind, dass das, was du da machst, ja irgendwie eine coole Nummer ist. sind dann Freunde gekommen und haben gesagt, druck mir mal was oder wie darf ich mir das vorstellen?
Dominik Schkalei: Ich hab die ganzen Trucke mitten in die Schule genommen aus Spaß und hab das dann mal den Freunden gezeigt. Und die Freunde waren alle total fasziniert davon, weil ich konnte die Dinger zu Hause ja produzieren, was man normalerweise so in einem Laden kaufen musste. Und dann hab ich ihnen was gedruckt und dann haben meine Freunde es ihren Freunden gezeigt. Und dann wollten die Freunde meiner Freunde was gedruckt haben. Und irgendwann kamen auch die Eltern, wo sie gesagt haben, okay, kannst du mir nicht vielleicht dieses Ersatzteil drucken? Und auch Verwandte wollten mal immer wieder was gedruckt haben und so. bis dann halt einfach dieser Bekanntheitsgrad gewissermaßen auf dem 3D-Druck gewachsen. Man muss sagen, heutzutage ist der 3D-Drucker schon ein gängiger Begriff, aber damals war es, ja es war schon gängig, aber noch bei weitem nicht so groß wie heute.
Patrick Minßen: Wie ist das mit den Kosten? meine, wenn ich eine Figur mir selber drucke, ist das günstiger, als wenn ich die kaufe oder nimmt sich das letzten Endes nichts.
Dominik Schkalei: Ich habe nicht mehr die genauen Kosten dieser Figuren und Kopfhörer, ich nicht mehr drucke, aber es ist auf jeden Fall deutlich günstiger. Teilweise zahlt man ein Fünftel des Preises, wie wenn man sie online bestellen würde.
Patrick Minßen: Also lohnt es sich tatsächlich dann auch, die teilweise mehrere Stunden auszuharren, bis das fertig ist. Ich kann mich noch dran erinnern, die ersten 3D-Drucker, die ich mal gesehen habe, die haben unglaublich lange gebraucht, ⁓ da was zu drucken. das heute auch noch so? War das damals so, als du den bekommen hast?
Dominik Schkalei: Das ist eins der Kernprobleme eines Druckers, die lange Druckzeit. Es verbessert sich stetig, es wird deutlich schneller, kommt aber immer noch nicht an führende Verfahren wie Spritzguss und so weiter heran. Es ist aber auch nicht der Kernpunkt eines 3D-Druckers. Man kann zum Beispiel komplexe Formen, die so mit einer Spritzgussmaschine oder anderen Fertigungen gar nicht möglich werden, was dann den Drucker so auszeichnet.
Patrick Minßen: Vor allen Dingen hat man ja bei diesen Spritzgussmaschinen, glaube ich, auch die Herausforderung, dass man erst noch diese teuren Werkzeugformen erstellen lassen muss oder so, wo das Material dann reingespritzt wird. Das entfällt natürlich beim 3D-Drucker, oder?
Dominik Schkalei: Ja, und ist natürlich dann auch super für Prototyping, das heißt, wenn man ein Produkt hat, noch nicht fertig entwickelt ist und bisschen dran, ja, sich versuchen möchte, ist natürlich der 3D-Druck auch noch mal eine super kostengünstige Alternative.
Patrick Minßen: So und jetzt bist du dann irgendwann so 10 Jahre alt geworden, 10, 11 Jahre alt und hast dann gemerkt, jetzt festigt sich der Wunsch, doch ein eigenes Unternehmen zu gründen und zu versuchen, damit Geld zu verdienen. War das dein wichtigster Antreiber, dass du gesagt hast, ich möchte Geld mit meiner Leidenschaft verdienen oder ging es dir einfach nur darum, ja für die viele Zeit, die du da reinsteckst vielleicht auch kostendeckend irgendwie ein paar Euro rauszuholen, das Material bezahlen zu können. Wie war mit zehn, elf Jahren deine Idee?
Dominik Schkalei: Es war zum einen so, dass ich auch schon vorher gewisse Drucke verkauft habe bei Freunden. Was für mich so dieser Antrieb war, einen ich wollte dieses Offizielle haben, dass ich das machen darf. Das einfach ein Wunsch, ich hatte. Und dann war es auch, es für mich war so... Es gibt viel mehr Möglichkeiten dadurch, mein Unternehmen hat, gerade weil mein Produkt ja für B2B ist. Für viele Kunden ist wichtig, dass ich ein offizielles Unternehmen habe, dass ich eine Steuernummer habe und so weiter. Dementsprechend war das auch nur so möglich.
Patrick Minßen: Das heißt, war von Anfang an auch schon die Idee da, dass du B2B-Geschäft machen willst, also dass wirklich Unternehmen letzten Endes deine Kunden werden und entsprechende Bestellungen bei dir aufgeben. Was sind das dann für Bestellungen? Wie darf ich mir das vorstellen? Was bestellt ein Unternehmen bei dir, Dominik?
Dominik Schkalei: Früher waren es ganz verschiedene Dinge. heißt, zum Beispiel bei Ihnen ist irgendein Ersatzteil kaputt gegangen, Sie wollten das ersetzt haben. Ich habe aber schnell gemerkt, damit ich mich sozusagen auf eine Sache spezialisieren kann und da halt richtig gut drin werden kann, brauchte ich halt eine Niche. Und deshalb habe ich mich selbst auf Werbemittel für Unternehmen spezialisiert. Das heißt, ich mache zum Beispiel einen Schlüsselanhänger, wo ein NFC-Chip drin ist. Das heißt, man kann ihn einfach mit einem Handy scannen und kommt auf die jeweilige Firmenwebsite. oder Weihnachtskarten mit dem Firmenlogo obendrauf, deren Logo in ganz groß gedruckt. Da gibt es dann ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Ich mache immer noch Auftragsarbeiten, aber Werbemittel sind so der größte Prozentsatz.
Patrick Minßen: Bist du da sehr beschränkt auch der Auflage der Werbemittel? Gibt es da so eine Größe, so eine Menge, wo du sagst, bis dahin kann ich das in annehmbarem Zeitraum realisieren und ab da wird es dann schwierig? Oder wie handhabst du das?
Dominik Schkalei: Also meine Schlüsselanhänger sind so eins meiner Kernprodukte, weshalb ich es damit ganz gerne vergleiche. könnte aktuell 200 dieser Schlüsselanhänger pro Tag produzieren. Jetzt wo ich halt auch merke, dass da mehr Anfrage an diesen Schlüsselanhängern ist und zum Beispiel durch die LinkedIn Präsenz und so weiter, bin ich halt gerade dabei zu skalieren. Das heißt bis Anfang bzw. Mitte nächsten Jahres soll das Ganze auf 2000 Schlüsselanhänger pro Tag hoch skaliert werden, auch weil ich damit an Werbeanbieter gehen möchte, das heißt es soll nicht nur meinem eigenen Onlineshop vertrieben werden, auch über, ja es soll gestreut werden über Partner.
Patrick Minßen: Okay, spannendes Konzept. wenn wir jetzt nochmal drauf gucken, als du dann irgendwann 13 warst, das ist ja dann doch eine gewisse Zeit gewesen. Ich glaube, zwischen 10 und 13 hast du das ganze Thema weitergedacht und mit 13 kam dann dieser Punkt mit der Unternehmensanmeldung oder hast du schon vorher irgendwas über deinen Vater angemeldet oder so? Wie ist das dann ab...
Dominik Schkalei: Das war damals keine so wirkliche Option für uns. Ich habe den Gerichtler, also den Antrag beim Familiengericht abgegeben, als ich kurz vor meinem 13. Lebensjahr war. Das hat sich dann bis November letzten Jahres gestreckt, wo ich dann noch die Genehmigung hatte und dann bin ich direkt zum Gewerbeamt gegangen und habe mein Unternehmen angemeldet.
Patrick Minßen: man da nur irgendwelche Papiere ab oder spricht man da auch mit jemandem, der einen mal persönlich sehen will, wenn man so ein Unternehmen anmeldet?
Dominik Schkalei: beim Gewerbeamt oder beim Familiengericht.
Patrick Minßen: Sowohl als auch. Wie läuft das?
Dominik Schkalei: Beim Familiengericht habe ich erst einmal den Antrag abgegeben und habe bestimmt zwei, drei Monate keine Rückmeldung bekommen. ich dachte, okay, das war es schon, da kommt jetzt gar nichts mehr. Hab dann aber noch ein Schreiben bekommen und ich musste damals, als ich das abgegeben habe, ich einen Businessplan mit abgegeben. habe was meine Lehrer darüber halten. Dann musste ich noch einen Zeitplan erstellen und mein letztes Zeugnis. Und dann kamen zum Businessplan ein paar Rückfragen und dann haben wir einfach darüber uns auch ausgetauscht. Und dann kam es zu einem persönlichen Gespräch mit dem Bearbeiter meines Falls. Und dann haben wir uns auch nochmal darüber ausgetauscht, war dann sozusagen der Zweck des Gesprächs, meine geistige Reife zu prüfen, ob ich überhaupt bereit bin, da zu einem Unternehmen zu gründen. Ist das möglich, das mit der Schule zu vereinbaren? Genau. Und hat dann alles geklappt. Und dann hat sich es nochmal so kurz gestreckt. Ich musste einen Kurs bei der IHK.
Patrick Minßen: Mhm.
Dominik Schkalei: dann habe ich auch die Genehmigung bekommen.
Patrick Minßen: Und wie empfindest du das als junger Gründer in Deutschland rückblickend, wenn du dir noch mal vor Augen fühlst, was das für ein langer Prozess ist, wenn ein junger Mensch wie du sich entscheidet, selbstständig zu machen? Wie ist da so dein Gefühl?
Dominik Schkalei: Ich sehe das zum einen sehr kritisch, weil ich meine, begrenzt uns jungen Leute dadurch, dass wir unsere Ideen realisieren können. Andernfalls sehe ich es auch schon gut, dass man nicht als Kind mit jeder Idee einfach darauf losstarten kann, sondern dass man erstmal, okay, so einen Anstoß bekommt, okay, denk noch mal drüber nach, prüfe noch mal, ob das alles so funktioniert. Es ist natürlich bürokratisch trotzdem ein Riesenaufwand, der überhaupt keinen Spaß macht. Ja.
Patrick Minßen: Als du in dem Gespräch da gesessen hast, Dominik, das finde ich total interessant. Wie war da so dein Gefühl? Hat der verstanden, was du machen wolltest? Fand der das gut? Hast du das Gefühl gehabt, dass der dich unterstützt? Oder hat der das sehr kritisch beäugt und du hattest eher das Gefühl, eigentlich traut er dir das nicht so richtig zu? Wie war das?
Dominik Schkalei: Zum einen war ich sehr nervös, aber dann hat mir der Bearbeiter direkt gesagt, am Anfang war er sehr kritisch gegenüber der Genehmigung. Während des Gesprächs hat er mir auch immer wieder gesagt, er hält es jetzt eigentlich für was Gutes. Er hat den Businessplan selbst nicht wirklich so beurteilt. Er hat gesagt, es könnte funktionieren und hat mir dann halt ausgesprochen, dass er glaubt, dass es auch meinem Alter mit meiner Reife funktionieren kann.
Patrick Minßen: Dann war das Ganze also quasi bestätigt und du konntest nach Hause gehen und sagen, jetzt bin ich CEO meines eigenen Unternehmens. Wie war das Gefühl, als du endlich dadurch warst?
Dominik Schkalei: Es war für mich ein Riesenmeilenstein, weil es immer mein Traum war. Ich habe sehr lange darauf gewartet. war noch viel länger, bevor ich diesen Antrag abgegeben habe, es Recherche. Ist das überhaupt möglich? Gibt es Fälle, die so etwas erreicht haben? Als ich das geschafft habe, war es, jetzt alles andere kann nicht mehr so schwer werden. Es war natürlich schon ein richtig tolles Gefühl.
Patrick Minßen: Und dann erst mal Party zu Hause mit Familie und Freunden? was macht man dann? Bestellt man dann gleich den nächsten 3D-Drucker? Wie geht's dann weiter?
Dominik Schkalei: Bei mir war es wirklich so, ich habe dann nächsten 3D-Drucker bestellt, unabhängig aber von der Genehmigung. Und dann bin ich auf eine 3D-Druckmesse gefahren, ein Tage später. Und konnte dann natürlich durch diese Genehmigung nochmal eine richtig schöne Story erzählen, mit der ich super Kontakte in die ganze Szene erhalten konnte, mich vernetzen konnte mit ihm.
Patrick Minßen: Und wie haben deine Freunde reagiert? mein, jetzt warst du nicht mehr einfach nur so der Dominik von nebenan, sondern auf einmal warst du der Dominik, der schon zu Schulzeiten sein eigenes Unternehmen hat. Das ist ja schon was Besonderes, oder?
Dominik Schkalei: Bei mir war es zum einen so, ich habe es nicht direkt so allen erzählt, sondern erstmal nur meinen besten Freunden. Aber meine ganze Klasse hat schon mitbekommen von diesem Antrag, weil ich eben einem Lehrer ja ein Empfehlungsschreiben beten musste. Und dann hat er es halt an der ganzen Klasse angesprochen und haben alle was davon mitbekommen. Es war aber auf jeden Fall die Reaktion war erstmal cool und sie fanden es eigentlich alle ganz cool.
Patrick Minßen: Das heißt, du hast nur Unterstützung erfahren oder gab es auch kritische Stimmen, gesagt haben, Dominik, was soll der Blödsinn? Da kannst du kein Geld mit verdienen, schaffst du nicht. Gab es sowas?
Dominik Schkalei: Von Müccila nicht direkt. Es gab von fremden Außenstehenden und Personen schon mal ein negative Kommentare, aber die waren so vereinzelt, es mich bis jetzt noch nie, wo ich gesagt habe, okay, da war jetzt irgendwie was super Schlimmes dabei, bis jetzt war die Resonanz so ziemlich positiv, ja.
Patrick Minßen: Bist du eher der Typ, der sowas auch eher an sich abperlen lässt oder sitzt du dann schon zu Hause an deinem 3D-Drucker und denkst da manchmal drüber nach über die kritischen Momente, die du da vielleicht auch so erfährst in der Kommunikation mit anderen?
Dominik Schkalei: Ich unterscheide meistens zwischen, wenn jemand begründete Kritik äußert, dann lasse ich mir schon durch den Kopf gehen. das hilft auch mir oft. Auch von meinen Eltern bekomme ich immer wieder, okay, vielleicht solltest du dir das nochmal überdenken. Das hilft mir, aber da unterscheide ich dann auch zwischen, ist diese Kritik da, mir zu helfen oder mich zu verletzen? diese Zweiteres kann ich eigentlich recht gut ignorieren.
Patrick Minßen: auf jeden Fall. Und dann habe ich mir im Internet noch mal so ein bisschen, habe ich mich noch mal ein bisschen umgeguckt im Internet und geschaut, was du sonst so machst. Und da ist mir aufgefallen, dass du mittlerweile ja auch schon hier und da so eine gewisse mediale Präsenz hast. Ich habe dich zum Beispiel auf Focus Online gefunden. Wie schafft man es denn als 14-jähriger mit seinem ersten kleinen Unternehmen bei Focus Online, einen Auftritt zu landen, möchte ich mal sagen.
Dominik Schkalei: Das ganze ist durch LinkedIn passiert. bin auf LinkedIn komplett viral gegangen mit einem Post, wo ich einfach meine Geschichte erzähle. Das waren mittlerweile fast 500.000 Impressionen. Und dadurch kam ein Reporter von Focus Online auf mich aufmerksam. Dann haben wir am Telefon ein ganz schnelles Interview gehalten. Und am nächsten Tag der Post auch schon online.
Patrick Minßen: Das war direkt am Telefon einfach mal eben schnell abgehandelt. Cool.
Dominik Schkalei: Ja.
Patrick Minßen: Das habe ich auch noch nicht gehört. Das ist auf jeden Fall eine spannende Herangehensweise. Aber was cool ist, ja, dass die Aktivität auf LinkedIn tatsächlich dazu führt, dass du für dein Thema auch mehr Öffentlichkeit bekommst und dass du auch spürst, dass sich Menschen durchaus dafür interessieren, was du da machst. Allein schon, dass du überhaupt auf LinkedIn als 14-Jähriger angefangen hast zu posten, erachte ich schon als was Besonderes, weil vielleicht Kenn ich auch zu wenig in deiner Altersklasse, aber mir sind noch nicht viele aufgefallen auf LinkedIn, die in deinem Alter dort aktiv sind. Wann kam denn so der Punkt, wo du gesagt hast, LinkedIn, ist so eine Plattform, da muss ich eigentlich mit meiner Geschichte und meinem Unternehmen vertreten sein.
Dominik Schkalei: Für mich war das am Anfang eher so, ich habe LinkedIn als Verkaufsplattform ganz am Anfang gesehen und dachte mir, ich mache B2B-Artikel, LinkedIn ist eine B2B-Plattform, also muss ich da auch aktiv sein. Dann habe ich meinen ersten Post dort hochgeladen, in dem ich einfach, wie gesagt, meine Geschichte erzählen wollte. Das war mein erster richtiger Post auf LinkedIn und der ging dann direkt durch die Decke. Dadurch ist mir aber auch bewusst geworden, ich sollte LinkedIn nicht vielleicht nur als B2B-Plattform sehen, sondern ... LinkedIn hat halt noch so viel mehr Potenzial mit sich mit Leuten vernetzen, andere tolle Geschichten hören und auch Leute zu inspirieren und das ist mir glaube ich durch diesen Post ganz gut gelungen.
Patrick Minßen: Aber das ist doch total krass. Also dein erster Post auf LinkedIn ging gleich total durch die Decke. Wie viele Follower hast du zu dem Zeitpunkt gehabt?
Dominik Schkalei: Es müssten vielleicht drei maximal gewesen sein. es war vorher ein Post, der war Monate vorher schon da. ich glaube durch den Post habe ich bestimmt auch um die 1300 Follower gewonnen. Und ja, also ich hätte selbst damit überhaupt nicht gerechnet.
Patrick Minßen: Das ja unglaublich, das, was du hier erzählst, ja auch ein Aufruf dazu, dass Menschen, in der Selbstständigkeit sind, egal welchen Alters, auch unbedingt auf LinkedIn aktiv sein sollten. wie siehst du das?
Dominik Schkalei: Absolut. meine, wie man es jetzt wirklich am einen Beispiel ganz schön machen kann. LinkedIn kann ein ganzes Geschäft verändern und vor allem im Positiven verändern. ja, ist halt, jede Präsenz sollte man definitiv mitnehmen und da ist halt LinkedIn ein super Anfang.
Patrick Minßen: Dann hast du über LinkedIn auch so deine ersten Aufträge erhalten oder vielleicht auch Kooperationsanfragen oder was flattert dir da so in deinem Postfach rein den ganzen Tag?
Dominik Schkalei: Ich hatte ja schon vorher einige Aufträge, aber durch LinkedIn kam dann nochmal, ich war vorher sehr lokal begrenzt und durch LinkedIn kam dann die, ja global beziehungsweise vor allem in Deutschland, die Anfragen rein, was mir halt geholfen hat, da rauszukommen, dass ich eine Lokal etwas anbieten kann und das hat mir sehr geholfen und ich bekomme regelmäßig immer wieder so Kooperationsanfragen, wo man dann zum Beispiel sagt keine Ahnung, du kriegst einen Drucker zugeschickt und dafür erwähnt sie uns mal in einem Post oder sonst was. Und das ist natürlich was ganz Cooles. Was für mich aber eins der coolsten bzw. wichtigsten Sachen sind, sind einmal Partner in der kompletten 3D-Druck-Szene. Das heißt, ich kann nicht super mit Leuten vernetzen. Ich habe Tipps bekommen, wie ich mein Unternehmen aufbauen kann, aber auch in der Werbemittel-Szene. Das heißt, ich...
Patrick Minßen: Mhm.
Dominik Schkalei: habe dadurch Partner gesammelt. bin gerade dabei, meine Produkte in verschiedene Online-Shops reinzubringen. Und natürlich auch die ganze Medienpräsenz hilft auch weiter. Ich bekomme ja regelmäßig immer wieder Anfragen und das auch super.
Patrick Minßen: Das ist echt fantastisch. bin begeistert, wie schnell das vor allen Dingen auch bei dir funktioniert hat. Also du musst ja unglaublich viel richtig gemacht haben. Ich meine, ich bin auch schon eine Weile auf LinkedIn unterwegs und kenne da auch so den einen oder anderen. Und da beißen sich ja viele wirklich die Zähne aus an dieser Plattform. Jammern darüber, dass ihre Beiträge nicht richtig performen, dass sie nicht genug Likes und Kommentare bekommen, dass ihr Business da irgendwie gar nicht so richtig vorankommt. Ich nicht, gibt es da irgendwas Dominik, was du denen so als Rat mit auf den Weg geben kannst, worauf sie vielleicht ein bisschen achten sollten, damit das da besser funktioniert? Wie waren da deine Erfahrungen?
Dominik Schkalei: Für mich ist das ganz schwer zu beurteilen, weil eben einer meiner ersten Posts direkt so gut funktioniert hat und ich gar nicht so viel Erfahrung habe. Aber was ich jetzt gemerkt habe, dadurch dass ich auf LinkedIn aktiv bin, sehe ich die Beiträge, die authentisch sind, die eine schöne Geschichte erzählen, wo man sich reinversetzen kann, kommen viel besser an als eine stumpfe Werbewirtschaft. Also es gibt ganz viele Accounts, die einfach nur ein Produkt verkaufen wollen. Ich bin immer der Meinung, man sollte vielleicht eine Social... eine Personal Brand machen, wo man dann zum Beispiel sagt, was ich zum Beispiel mache, ich erzähle immer schön meine Geschichte und dann am Ende zum Beispiel und ich biete diese Produkte an, wenn ihr da Interesse habt, dann schreibt mir und allein dadurch kommen dann schon die Leute. Nur, ich finde, so erreicht man die Leute noch mal viel persönlicher und man bringt auch mehr Wert für die Plattform mit rein.
Patrick Minßen: wäre ja für dich vielleicht noch ein zweites Standbein. Personal Branding Agentur für gescheiterte LinkedIn Existenzen oder sowas. Ja, nicht schlecht. Ich finde das, du merkst, ich bin begeistert davon, dass du solche Tipps schon gibst und dich so intensiv damit auseinandergesetzt hast. Das ist wirklich außergewöhnlich. Und ich sage das auch deswegen nochmal ganz klar, weil ich einer von denen bin, die es ganz, ganz furchtbar finden.
Dominik Schkalei: Schönen guten
Patrick Minßen: dass man in der Öffentlichkeit über die jüngere Generation gerne so diskutiert, als wären sie faul und würden nichts auf die Reihe kriegen und haben von gewissen Dingen kein Verständnis, die wir Älteren irgendwie mit einem Löffel gefressen haben. Das ist völliger Blödsinn. Also wenn ich so was höre, was du hier gerade zum Besten gibst, das ist unglaublich, wie tief du in diesen Themen drin steckst und wie solide die Tipps auch sind, die du insbesondere auch in Bezug auf die Präsenz... auf LinkedIn geben kannst. Das ist schon bemerkenswert. Ich finde das mega spannend und habe natürlich auch immer mal so bisschen geguckt, was du da so postest. Und hin und wieder habe ich ja auch mal was kommentiert. Und einmal bin ich ja hier fast vom Stuhl gefallen, als ich dann gelesen habe, dass die dich als einer von 30 Finalisten nach London eingeladen haben. glaube, Alibaba war das oder so. Das ist ja völlig verrückt. Was ist denn das für eine Geschichte?
Dominik Schkalei: Es war super cool und es war wieder mal so eine Sache. Ich saß im Urlaub und auf Instagram habe ich so eine Werbeanzeige dafür bekommen. Dann dachte ich, ich bewerbe mich mal und ich hatte es auch schon wieder fast vergessen. Und dann habe ich so eine E-Mail in meinem Postfach bekommen, dass du von den Zwischenfinalisten ausgewählt bist. Dann musste ich halt noch mal mich sozusagen bewerben. Und dann später haben wir die Benachrichtigung bekommen. 30.000 Leute haben sich beworben und ich glaube es waren 30. Ich kenne die genaue Zahl nicht. Und 30 Leute wurden dann auch auserwählt von diesen Leuten, beziehungsweise 30 Finalisten. Und es ging vom Prinzip bei diesem Pitch darum, dass Unternehmen, die Alibaba irgendwie in ihrem Produktionsprozess benutzen, ihr Unternehmen in London auf einer Bühne pitchen dürfen, vor Investoren, und je nachdem konnte man dann auch ein Preisgeld gewinnen. Und das war natürlich eine super Sache für mich. Ich konnte leider kein Preisgeld mitnehmen, aber die ganze Medienpräsenz und allein schon die Geschichte erzählen zu dürfen. Es ist eine sehr schöne Sache.
Patrick Minßen: ist doch wohl unfassbar, was du da gerade erzählst, oder? Also wir fassen nochmal zusammen. 14 Jahre alt, eigenes Unternehmen. Dann hast du auf Instagram so eine Anzeige gesehen und hast dir gedacht, bei dem Startup-Contest mache ich mal mit. Denn laden die dich nach London ein. Du pitchst mal eben auf der Bühne, auf Englisch, dein eigenes Unternehmen, bist von 30.000 Bewerbern unter den besten 30 gelandet, wenn ich das richtig verstanden habe. Es ist es ist Wahnsinn. Hast du nicht mega Schiss gehabt, als du da auf diese Bühne musstest? Ich meine, als ich 14 Jahre alt war, da hätten sie mich da hoch tragen müssen, Dominik. Ehrlich jetzt.
Dominik Schkalei: Ja. Für mich war es super schlimm. Meine Schwester saß neben mir und mir ging es gar nicht mal so gut, als ich da saß. Aber als ich auf der Bühne war, hat es sich sogar ganz gut angefühlt. Ich habe mir in dem Moment gedacht, sind jetzt drei Minuten, die ich hier oben stehe und ich will das Allerbeste daraus machen und alles mitnehmen, was geht. Dann habe ich auch genau das gemacht und ich bin super zufrieden. Zum einen... Für die ganze Möglichkeit und auch mit meiner Leistung selbst bin ich ganz happy.
Patrick Minßen: Und deine Schwester und deine Eltern haben dich begleitet oder wer war dabei?
Dominik Schkalei: Meine Schwester ist volljährig und sie begleitet mich auf die ganzen Messen.
Patrick Minßen: Was hat die gesagt? Die muss doch hin und weg gewesen sein, dass ihr kleiner Bruder da oben auf so einer Bühne steht vor Investoren und mal eben auf Englisch sein Start-up pitched, oder?
Dominik Schkalei: Sie war super stolz und auch zufrieden mit meiner Leistung. Vorher immer so ein bisschen... Ich war noch nicht so ganz zufrieden mit dem Pitch und hab halt noch wirklich bis in die letzte Minute irgendwie noch irgendwas verändert. dann war ich halt noch nervös, ob ich das jetzt alles so im Kopf hab oder ob ein Plack-Out bekomme, aber es hat wirklich alles super funktioniert. ja, das war schon ein cooler Moment.
Patrick Minßen: Geh mal in das Gefühl noch mal rein, als du das dann durch hattest und von der Bühne runtergegangen bist. Wie hat sich das angefühlt? Als wenn dir ein Berg von den Schultern fällt oder?
Dominik Schkalei: Zum einen, dass ich wusste, ich habe es jetzt hinter mir, zum anderen wollte ich vielleicht noch mal auf die Bühne und ich hatte halt nur so wenig Zeit. Ich wollte vielleicht mein Unternehmen noch bisschen mehr erklären und es war eine richtige Euphorie, die ich in mir hatte und eine Zufriedenheit und ganz, ganz viele Gefühle.
Patrick Minßen: Unglaublich. Man sieht auch, wie du strahlst, wenn du darüber sprichst. Und das ist ja auch das Interessante an Situationen, man, wenn man in der Situation ist, vielleicht gar nicht so schön findet, weil man sehr aufgeregt ist, weil man vielleicht auch bisschen ängstlich ist. Hat man übrigens als älterer Erwachsener auch noch regelmäßig, wenn es ⁓ Dinge geht, die man nicht kennt, die man zum ersten Mal macht, geht mir nicht anders. Aber dieses Gefühl, wenn man das dann hinter sich gebracht hat, wenn man sich getraut hat, das zu machen. Das ist doch wirklich unbezahlbar, oder? Das ist so was, wo man sich denkt, geil, irgendwie würde ich es jetzt am liebsten gleich noch mal machen. War das bei dir auch so?
Dominik Schkalei: Ja, genau, das meinte ich voll mit. Ich würde noch mal auf die Bühne gehen und es war einfach ein tolles Gefühl.
Patrick Minßen: Jetzt ist natürlich die Frage, jetzt hast du schon so viel in so kurzer Zeit hinter dich gebracht. Hast dein Unternehmen gegründet, bist bei Focus Online mit einem coolen Artikel drin, bist auf LinkedIn erfolgreich, warst in London auf der Bühne, tingelst über die 3D-Druckmessen dieser Nation und baust dir ein Riesen-Netzwerk auf. Wo geht es mit dir hin, Dominik? Was sind deine Pläne? Was sind die nächsten Schritte?
Dominik Schkalei: Bei mir war es so, ich war ja in London und da musste ich einen Pitch für mein Unternehmen schreiben und sagen, was macht mein Unternehmen so richtig besonders. Und mir ist aufgefallen, meine Werbeprodukte sind super cool. Ich möchte aber noch etwas schaffen, was größeres ist. Und da sitze ich gerade dran, ich möchte eine Lösung bauen für Unternehmen, ⁓ auf Messen herauszustechen. Und ich nutze verschiedene psychologische Aspekte wie Gamification und so weiter. ⁓ bei Leuten psychologisch bewiesen im Kopf zu bleiben. Ich bin gerade mit ganz vielen Psychologen im Gespräch und bin gerade mitten in der Produktentwicklung und da kommt auf jeden Fall noch ganz viel auf LinkedIn. Die Website dazu wird gerade gebaut und das Ziel ist, das strebe ich gerade an, das bis März 2026 auf die Beine gestellt zu bekommen. Und zum anderen gleichzeitig ist gerade ein riesen Thema für mich meine Produkte wirklich in andere Online-Shops zu bringen, ⁓ damit halt mehrere Beine zu haben, auf denen ich dann mein Unternehmen bauen kann.
Patrick Minßen: Klappt das gut mit den Online-Shops? Wird das gut angenommen? Also hast du da offene Türen oder musst du da auch ganz schön kämpfen, da reinzukommen?
Dominik Schkalei: Es ist aktuell das Problem, dass ich noch sehr auf die Stückmenge, die ich pro Tag produzieren kann, begrenzt bin. Weshalb die Firmen erst mal garantiert haben wollen, wenn jetzt eine Anfrage von 10.000 Stück pro Tag kommt, wie machst du das? Dann wollen sie Qualitätssiegel haben, dass meine Produkte auch gewissen Standard einhalten und so weiter. Da sitze ich halt gerade dran, das alles reinzuholen, aber es läuft eigentlich ganz gut.
Patrick Minßen: Das heißt, auch da muss man echt Durchhaltevermögen beweisen und einfach dranbleiben und auch gucken, inwiefern man auf die Anforderungen des Marktes letzten Endes auch reagieren kann. Weil das ist ja auch ein Thema, was man, glaube ich, immer so bisschen im Auge haben muss. Ich frage mich auch immer, ich komme ja vielleicht hast du es gesehen, ich komme ja selber aus einem Bereich, der mit Drucken zu tun hat. Also ich verkaufe keine 3D Drucker, sondern die anderen, mit denen man Papier schmutzig macht. Wir selbst beschäftigen uns nicht mit 3D-Druckern. Ich habe mich auch immer gefragt, warum. Aber ich bin auch nie tief genug in diese Materie eingestiegen. Aber ich frage mich schon, wo der Weg des 3D-Druckens tatsächlich hingeht. Wie siehst du das Thema in Zukunft? Was wartet da auf uns? Wird das noch relevanter als es schon ist?
Dominik Schkalei: Ich war ja jetzt letzten November auf einer Messe und habe gerade diese Frage mit ganz vielen Unternehmen diskutiert und ganz viele Fragen gestellt. Zum einen kann man sagen, dass der 3D-Druckmarkt jedes Jahr um 30 % wächst. Das kommt vor allem dadurch, dass die Drucker immer benutzerfreundlicher werden. Man munkelt, man vermutet, dass bis Ende 2040 so gut wie jeder Haushalt bzw. jeder zweite Haushalt einen eigenen Drucker bei sich zu Hause haben wird. weil die eben so benutzerfreundlich sind. Ich glaube, da kommt dann noch ganz viel mit KI, dass man sagen kann, ich habe dieses Ersatzteil, ich lade jetzt ein Foto hoch, ungefähr so soll das aussehen, es erstellt mir ein Modell und am Ende wird es gedruckt. Da glaube ich, wird es jetzt in den nächsten Jahren hingehen.
Patrick Minßen: Und ist das für dich gut oder schlecht, wenn dann jeder selbst einen 3D-Drucker zu Hause hat und sich seine Ersatzteile und Schlüsselanhänger druckt?
Dominik Schkalei: Für mich anfangs war es ein Problem, weil ich mir dachte, mein eigener Markt würde sinken. Deshalb bin ich auch von diesem B2C weggegangen, also dass ich nur für Kunden, also für Privatpersonen drucke. Ich produziere jetzt eben für Unternehmen, was bedeutet, beziehungsweise ich will mit meinen Druckern wachsen, ich will mich der Zeit anpassen und dann sagt man zum Beispiel auch, man holt Industriedrucker, das heißt nicht jedes Unternehmen kann sich dann trotzdem noch für 200.000 Euro einen Industriedrucker kaufen. der dann aber halt genau diese Anforderungen braucht. Also man guckt dann immer noch, dass man in einer Niche ist, die dann eben so nicht mehr bedient wird. Aber jetzt erstmal sagen wir mal, die nächsten 10, 15 Jahre werden Werbemittel trotzdem noch genauso gut, vermutlich zumindestens, laufen.
Patrick Minßen: Das heißt, du bist jetzt erst mal relativ safe, dass das bei dir so weitergehen kann. Hast aber ja auch schon so bisschen geteasert, da kommt mehr, du hast Ideen, du arbeitest da an was. Ist das alles noch top secret oder kannst du da noch mal ein bisschen tiefer einsteigen? meine, die Leute, die jetzt zuhören, sind bestimmt mega gespannt, was sie da so die nächsten Monate auf LinkedIn von dir lesen.
Dominik Schkalei: Ich kann aktuell nur so viel erzählen, dass ich daran sitze, dass wir ein physisches Produkt haben, welches aus einem Drucker gefertigt wird und für jede Firma individuell sein wird, welches mit einer App, die auf einem Handy laufen wird, kommunizieren wird. Und dann nutzt man halt verschiedene Aspekte, die dann ein Menschen dazu bringen, mehr von etwas wissen zu wollen. Das heißt, das nennt man Gamification, was es dann auch spielerisch macht, es Spaß macht und... nicht so öde ist. Das ganze ist aber mehr für Privatpersonenmessen, also nicht für Geschäftsmessen, sondern für private, nicht private Messen, sondern direkt Kunden messen.
Patrick Minßen: ja, okay, okay, verstehe, was du meinst. Okay, spannend. Und das wirst du jetzt in den nächsten Monaten auf LinkedIn mal so bisschen pitchen, dass man mal genau weiß, worum es geht.
Dominik Schkalei: Was jetzt gerade so das Thema für die nächsten Wochen auf LinkedIn sein wird, ist Automatisierung meiner Drucker. Das ist ein ganz spannendes Thema. Weil eben das Problem ist, aktuell laufen die Drucker nur währenddessen ich wach bin. Weil ich die Drucker ja händisch noch bedienen muss, die Druckplatten wechseln muss, etc. Da bin ich aber gerade, bzw. wir haben
Patrick Minßen: Dann dürfen wir gespannt sein, okay? Erzähl euch, erzähl!
Dominik Schkalei: Ich habe es jetzt so gut wie geschafft, dass die Drucker vollautomatisch laufen können. Dann gibt es ja so einen Sticker, den... Ja, das ist dieser Chip. Der wird dann auch vollautomatisch reingemacht. Dann sind zwei Bodenplatten mit Schrauben befestigt. Die werden dann auch vollautomatisch reingedreht. Und dann habe ich sozusagen ja so gut wie automatisch ein Chip in einem Paket drin liegen und ich muss nur noch das Versandlabel drauf machen und dann wegschicken.
Patrick Minßen: Sehr gut. Das heißt, du tust alles dafür, damit du möglichst lange ohne Personal auskommst. Oder was ist der Plan?
Dominik Schkalei: Ich habe zum Beispiel das Problem, ich gehe ⁓ 10 Uhr schlafen und dann bin ich bis 14 Uhr in der Schule. Das sind alles Zeiten, in denen ich nicht produzieren kann. Aber dieses Ziel von 3000 Schlüsselhängern pro Tag erreichen zu können, muss ich ja 24-7 produzieren können. Das ist so ziemlich der beste Weg, den man fahren kann.
Patrick Minßen: dass du natürlich auch für dieses Problem eine Lösung gefunden hast. Unglaublich. Das heißt, das zahlt sogar schon so bisschen auf meine Frage ein, die ich außerdem noch an dich hatte. Nämlich mich hat natürlich interessiert, ob du überhaupt noch Freizeit hast und Zeit mit deinen Freunden. Weil wenn du zur Schule gehst, Produkte produzierst, schlafen gehst und dann wieder zur Schule gehst, wann bleibt denn da eigentlich mal Zeit auch mal? ein Kerl zu sein, mit seinen Kumpels weggeht. Also, gibt's das überhaupt noch?
Dominik Schkalei: Es ist deutlich weniger geworden. muss ich einfach dazu sagen. Ich probier's, mittlerweile wieder mehr werden zu lassen. Eine Zeit lang war es recht wenig. Jetzt wird's langsam wieder mehr. Man nimmt sich dafür die Zeit. Man muss sich dafür die Zeit nehmen, wenn man so was auf lange Zeit machen will. Weil wenn man nur an etwas arbeitet, sei es das Unternehmen oder die Schule, dann wird man irgendwann, allein schon, weil man so viel Zeit reinsteckt, etwas schlechter, weil man nichts Neues mehr sammelt. Man kommt auf keine frischen Ideen. Deshalb nehme dafür die Zeit. Aber ich habe nicht mehr die Zeit, man sagt, jeden Tag mit einem Freund draußen treffe. Aber man guckt, es Maß gibt, eine Regelmäßigkeit.
Patrick Minßen: Ist der Freundeskreis dadurch kleiner geworden oder stehen die, die immer zu dir standen auch weiterhin zu dir? Wie siehst du das?
Dominik Schkalei: Ich würde sogar sagen, mein Freundeskreis ist eher sogar gewachsen. Jetzt nicht zwingend durchs Unternehmen, sondern einfach weil Jammern durch die Schule und so weiter. Ich glaube, das wächst bei mir. Es ist auf keinen Fall gesunken. Also, nicht.
Patrick Minßen: Also die Balance zwischen dem Business und dem Privatleben ist noch so weit gesund, sagst du, dass das Ganze auch längerfristig funktionieren kann.
Dominik Schkalei: Und gerade jetzt noch mal durch die Automatisierung und so weiter habe ich noch mal mehr Zeit, bin nicht an mein Haus gebunden. Das war auch immer ein Problem für mich, weil ich zu Hause sein musste, die Drucker zu warten und dadurch bin ich jetzt noch mal deutlich flexibler.
Patrick Minßen: Wahnsinn. ich kann es nur immer wiederholen. Was du hier zum Besten gibst, unglaublich beeindruckend. da frage ich mich natürlich, wenn du jetzt die Schule durchgezogen hast, irgendwann. bist ja aktuell auf dem Gymnasium, habe ich gesehen. Also Abitur und so klar wird irgendwie durchgezogen. Was kommt dann? Studieren oder dann fertig und Unternehmen weiter ausbauen? Hast du schon einen Plan dafür?
Dominik Schkalei: Für mich ist es jetzt super variabel, wie das Unternehmen läuft. Wenn ich sagen kann, ich kann von diesem Unternehmen so gut leben, dass ich mich die nächsten drei Jahre darauf verlassen kann, dann kann ich für mich entscheiden, ich mache dieses Unternehmen jetzt weiter, wenn ich merke, es funktioniert nicht so gut, ich mache mit 19 mein Abi, dann mache ich dann drei Jahre in meinem Unternehmen, dann bin ich 22, dann habe ich immer noch die Möglichkeit zu studieren. Gleichzeitig, wenn ich sehe, das Unternehmen läuft nicht so gut, dann studiere ich und habe danach noch die Möglichkeit für mein Unternehmen. Es ist immer sehr abhängig davon, es in dem Zeitraum läuft. Jetzt gerade ist aber das Ziel.
Patrick Minßen: Und was wäre so ein Studiengang für dich, den machen würdest?
Dominik Schkalei: Ingenieurswesen für Maschinen.
Patrick Minßen: Wunder. Genau. Cool. Aber du wolltest eben noch was sagen. Im Moment ist das Ziel. Ich wollte dich nicht unterbrechen.
Dominik Schkalei: Haha. Im Moment ist für mich der Gedanke, erstmal in meinem Unternehmen weiterarbeiten, weil ich sehe, ist sehr viel Potenzial dahinter. Ich glaube wirklich, dass daraus etwas Schönes, Großes wachsen kann, langfristig, wenn man es eben gesund wachsen lässt.
Patrick Minßen: Das ist ein super cooles Schlusswort, Dominik, weil das passt so gut zu all dem, was du hier gesagt hast, nämlich diese Ausdauer zu haben, es wirklich durchzuziehen und vor allen Dingen auch mit Leidenschaft daran zu arbeiten, dass es immer weiter wächst und gerne auch bisschen langsam wächst, so wie du es gerade dargestellt hast, aber eben kontinuierlich wächst. ich glaube, wenn du dir diese Leidenschaft an dem, was du tust, bewahrst, dann wird damit Sicherheit auch was ganz Großes draus. Ich bin total begeistert davon, was du machst. Ich bin begeistert davon, wie du das auch auf LinkedIn darstellst und wundere mich überhaupt nicht darüber, dass so viele Menschen großes Interesse daran haben, wie das bei dir weitergeht und kann dir nur für die Zukunft alles, alles Gute wünschen und hoffe ganz, ganz stark, dass das mal ein riesengroßes Ding wird und du dann mega stolz auf diese Zeit zurückblickst. Dominik, ich danke dir vielmals, dass du dabei warst heute.
Dominik Schkalei: Vielen Dank auch von mir für die Möglichkeit, gerade die netten Worte. Hat mir super viel Spaß gemacht.
Patrick Minßen: Und wenn ihr gerne mehr über Dominik Skalai und sein Unternehmen erfahren wollt, dann schaut doch mal in unsere Show Notes. Selbstverständlich verlinken wir dort auf Dominik's LinkedIn Profil und ihr habt die Möglichkeit, jederzeit mit ihm direkt Kontakt aufzunehmen, Rückfragen zu stellen, positive Anmerkungen zu machen oder auch mal das eine oder andere Werbemittel zu bestellen. Vielen Dank. Wir hören uns beim nächsten Mal. Macht's gut. Tschüss. So!
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