Networking EXTREM - Warum gemeinsame Erlebnisse verbinden

Shownotes

** Inhaltsangabe **

00:01 – 01:22 Technikcheck & Einstieg: Warum wir heute über Incentive-Reisen sprechen.

01:22 – 02:44 Vorstellung Sascha Heide: 25 Jahre Firmen-Events weltweit – von Teamtrainings bis kompletten Dorfmieten in Tirol.

02:44 – 04:20 Wie ein Dorf zum Event wird & welche Dimensionen Incentives annehmen können.

04:20 – 06:52 Deutschland vs. ferne Länder: Welche Destinationen wirklich ziehen – und warum Sascha selbst Fernziele liebt.

06:52 – 11:16 Traumjob oder harte Realität? Der Spagat zwischen Weltreisen, Glamour und verpassten Familienmomenten.

11:16 – 14:30 Blick hinter die Kulissen: Organisation, Verantwortung, Teilnehmermanagement, Food-Preferences, Backup-Pläne, Technikstress und das unsichtbare Chaos im Hintergrund.

14:30 – 17:54 Wie komplex ein Event wirklich ist – und warum perfekte Partner wichtiger sind als „Organisationstalent“.

17:54 – 19:57 Risikomanagement: Was passiert, wenn Flüge ausfallen, Wetter kippt oder Airlines streiken?

19:57 – 22:48 Verantwortung für Teilnehmende – körperlich, emotional und gegenüber dem Auftraggeber.

22:48 – 26:23 Wie Reisen entstehen: Konzeption, Ziele des Kunden, Budget, Erwartungshaltung und die Bedeutung des Briefings.

26:23 – 29:35 Was Incentives wirklich bewirken: Emotionen, Teamgefühl, Erinnerungen, Bindung – und warum gute Events noch Jahre später wirken.

29:35 – 32:32 Authentizität im Verkauf: Warum Sascha Aufträge ablehnt, wenn er nicht dahintersteht – und wie er Vorstände überzeugt.

32:32 – 35:37 Promi-Wünsche: Michelle Hunziker, unkomplizierte Stars, Diva-Momente & was alles möglich ist.

35:37 – 43:37 Incentives mit Mitarbeitenden vs. Kunden: Unterschiede, Ziele, Trends, echte Erfolgsfaktoren.

43:37 – 48:29 Wirtschaftslage 2025: Zurückhaltung im Tagesgeschäft – aber starke Nachfrage nach großen strategischen Events.

48:29 – 52:05 Warum Nähe, Austausch & Erlebnisse gerade jetzt so wichtig sind – und wie sie Sales & Kundenbeziehungen vertiefen.

⭐️ Top 3 Takeaways

1️⃣ Incentive-Reisen sind kein Luxus – sie sind ein strategisches Tool. Motivation, Bindung, Kultur & Produktverinnerlichung wirken tiefer als jedes Meeting.

2️⃣ Emotion schlägt Exotik. Ein Moment echter Nähe oder Wertschätzung wirkt nachhaltiger als eine Reise ans andere Ende der Welt.

3️⃣ Perfektion entsteht hinter den Kulissen. Das, was für Gäste leicht wirkt, ist in Wahrheit ein hochkomplexer Mix aus Organisation, Krisenmanagement und Verantwortung.

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Patrick Minßen: Ich will noch mal gucken, das so weit funktioniert. Wenn du mich irgendwie abgehackt hörst oder sowas, dann gib mir mal ein Zeichen. Aber im Moment scheint es zu gehen, oder? Okay, perfekt. Perfekt. Okay, gut, dann zähle ich jetzt mal von 5 runter und dann leite ich das Ganze ein und dann fangen wir einfach mal an zu schnacken. Ich bin gespannt.

Sascha Heide: Ich hör dich ganz... Also das ist glüsselig.

Patrick Minßen: 5, 4, 3, 2, 1. So, herzlich willkommen liebe Leute bei einer neuen Folge von unserem authentischen Sales Podcast. Und heute habe ich mir mal was ganz besonderes für euch überlegt, denn wir denken ja vielleicht im Business auch oft darüber nach, was können wir denn unseren Teams, unseren Leuten auch mal die ein bisschen näher zusammenzuführen oder sie vielleicht sogar auch näher an ihre Kundinnen und Kunden heranzubringen. Und das schießt einem natürlich immer sofort durch den Kopf, es könnte doch mal eine Maßnahme sein, der gesammelten Mannschaft einfach mal auf Reisen zu gehen. Und ob das wirklich immer so eine gute Idee ist, was man da berücksichtigen muss und was damit eigentlich auch alles so zusammenhängt, das kann uns am besten Sascha Heide erklären. Und deswegen habe ich ihn heute mal eingeladen. Sascha! Guten Tag und stell dich doch mal kurz vor.

Sascha Heide: Patrick, danke für die Einladung zu deinem Podcast. Und die Antwort kann ich schon fast geben, ist fast immer die richtige Idee, eine Reise zu machen. Fast immer. Es gibt ein paar Ausnahmen, können wir vielleicht später darüber sprechen, aber es ist fast immer die richtige. Genau, wer bin ich? Also Sascha Heide von der Firma Hirschfeld & Heide. Wir machen Firmen-Events. Im B2B-Sektor sind wir quasi tätig, machen das jetzt knapp seit 25 Jahren und betreuen Firmen, Kunden in dem Bereich Team Training, Team Building, Incentive Reise, auch die witzige originelle Weihnachtsfeier, das tolle ausgefallene Sommerfest. Also alles, was Unternehmen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kundinnen und Kunden machen können, das ist so unser Midi, in dem wir tätig sind.

Patrick Minßen: Da liegt ja die erste Frage gleich total nah. Wo kommst du gerade her? Was war deine letzte Reise, die du unternommen hast?

Sascha Heide: Meine letzte Reise, die ich gemacht habe, war in Altbach in Österreich in Tirol, wo wir ein ganzes Dorf gemietet haben für eine Firma quasi. Also wir haben das ganze Dorf umgebrandet, Namensschilder geändert, das hieß dann ... Also Name des Vorstands, Ali und so weiter. Also einmal das ganze Dorf gebrandet. Wir haben in über 30 verschiedenen Hotels gewohnt, haben einen tollen Hüttenabend gemacht mit Livemusik. und einen tollen Gala-Abend, wo auch noch die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schön geehrt wurden für ihre Leistungen. Also, klassisches Incentive, mal ganz originell. Wir mieten uns ein Dorf für uns exklusiv.

Patrick Minßen: Klassisches Incentiv. Wir mieten uns ein Dorf ganz exklusiv für uns. Wow, ist, ich finde das total spannend. Also für alle Zuhörenden, die es nicht wissen, Sascha und ich, kennen uns so ein bisschen. Wir hatten beruflich schon häufiger mal miteinander zu tun, auch im Rahmen von Incentive-Reisen. Und ich war schon immer extrem begeistert davon, wie vielfältig dieses Thema ist. Ja, also das österreichische Dorf ist ja nur ein Beispiel. Vielleicht kannst du mal kurz sagen, was hast du in den letzten Jahren

Sascha Heide: Und,

Patrick Minßen: an Incentive-Reisen, gerade was auch die Orte, die die Lokationen angeht, schon alles so erlebt.

Sascha Heide: Im Grunde genommen ist es so, dass schon der Großteil der Incentive-Reisen in Deutschland oder an Grenzen des Auslands stattfindet. Das macht einfach deshalb Sinn, weil die Incentive-Reisen meistens kürzer sind. Meistens hast du mit zwei, drei, maximal vier Nächten zu tun und dann bist du schon mal automatisch in Deutschland. Deutschland, bin ein Riesenfan. Ich meine, wir haben von Hamburg bis München, von Köln bis Berlin, Frankfurt, wir haben eine super Destination nach ganz der Leiterregion in Deutschland. Aber natürlich spannend wird es bei den Reisen immer, wenn es natürlich ans Ausland geht. Und das machen wir weltweit. Also ich habe genauso die in Center for Reise in New York, San Francisco, in Kapstadt, in Schanghai, in Malaysia, also alles, was man eigentlich sich vorstellen kann von Australien bis sonst wohin, das haben wir alle schon bereist mit Gruppen und das sammelt sich so einiges in so 20, 25 Jahren an. Also die Bandbreite ist groß, also überall da, wo man hinreisen kann, wo es entsprechende Voraussetzungen hat. etwas Originelles zu erleben, da sind wir zu Hause und fahren mit den Kunden gern hin.

Patrick Minßen: Aber jetzt mal ganz ehrlich, Sascha, was ist denn dir lieber? Also, ich so als Außenstehender würde mir natürlich denken, boah, das Coolste ist doch, wenn es richtig weit weggeht und maximal exotisch ist und total abgefahren. Oder würdest du sagen, eigentlich ist es mir lieber, wenn es in Deutschland ist?

Sascha Heide: Mir persönlich ist das exotische Reiseziel auch viel lieber. Ich komme klassisch aus dem Tourismus. Ich habe quasi mit TUI Städtereisen, war meine erste berufliche Station. Damit bin ich zum Reisen gekommen. Das ist natürlich immer attraktiv, wenn ich sage, fliegen nach Florida, nach Miami, machen da einen Incentive. Das zieht die Leute erst mal mehr hinter dem Ofen hervor, als wenn ich sage, gehen, ich will keine Destination nennen, sie nicht abzuwerten, aber wir sind irgendwo hier vor der Haustür. in der Natur der Dinge, die Fernreise oder dieses exotische Ziel oder immer etwas Besonderes machen, das, was die Leute so ein bisschen ziehen lässt.

Patrick Minßen: Hast du mal gezählt, wie viele Länder du schon bereisen konntest in deiner Laufbahn?

Sascha Heide: Ja, hatten letztes Jahr einen Re-Lounge gemacht von unserer Internetseite und da war auch immer so eine Frage, wo waren wir, wie viele Projekte haben wir gemacht und so weiter. Und da habe ich es mal durchgezählt und es sind über 60 Länder, also 60 verschiedene, muss man sagen. Aber da gibt es natürlich, wenn ich jetzt alleine nur Spanien nehme mit den verschiedensten Destinationen, also von Madrid, Barcelona, Balian, Kana und so weiter, da habe ich, glaube ich, 40 alleine nur in Spanien gemacht. Aber über 60 Länder sind es inzwischen geworden.

Patrick Minßen: Und was kann man sagen, wie oft bist du im Jahr tatsächlich unterwegs? Bist du überhaupt noch zu Hause?

Sascha Heide: Also das verschiebt sich immer ein bisschen von Projekt zu Projekt natürlich ein bisschen und natürlich auch so ein bisschen in der Art meiner Tätigkeit. Am Anfang, sag ich mal, so die ersten 10, 15 Jahren war ich extrem viel unterwegs. da kam ich auch mal locker auf 230, 240 Nächte pro Jahr, wie ich irgendwo unterwegs war. Und inzwischen hat sich das ein bisschen gewandelt, weil ich ein bisschen mehr bei uns in der strategischen Beratung unterwegs bin. Also ich kümmere mich vor allem jetzt viel mehr noch die Kunden. die sagen, okay, ich möchte etwas machen, möchte meinen Vertrieb irgendwie motivieren oder ich habe ein bestimmtes Produkt, das möchte ich am Markt einführen. Was kann ich denn da tun? Wo muss ich denn hin? Also ich bin jetzt ein bisschen weg von Reisen hin zur strategischen Beratung. Das hat sich ein bisschen gewandelt. Von daher sind es jetzt nicht mehr 230 Nächte, sondern vielleicht nur noch, würde ich sagen, 80, 90 pro Jahr, was immer noch ausreichend ist.

Patrick Minßen: Und ist dir das lieber so, es jetzt ist, oder weinst du dem Alten normal etwas hinterher?

Sascha Heide: Nein, bin ja selbstständig, die Firma heißt Hirschfeld & Hay. Ich bin ja einer der Gesellschafter der Firma und das hat diesen charmanten Vorteil, dass ich es mir aussuchen kann. Das heißt, wenn jetzt ein Kunde kommt und sagt, möchte jetzt einen Incentive machen nach Kapstadt. Ich liebe Kapstadt, ganz, ganz tolle Destination und für Incentives ein Traum. Da nehme ich mir natürlich auch die Freiheit, dann mit nach Kapstadt zu reisen. zumindest, wir machen sehr oft, das ist vielleicht ein spannender Side-Fact für die Zuhörerinnen und Zuhörer oder Zuschauer, Zuschauerinnen. Wir machen sie auf eine Vorreise in unserem Job. Das heißt, wir planen nicht nur Flügehotel, Ausflug, Gala-Abend, sondern das geht bis ganz tief ins Detail rein. Es wird genau festgelegt, wenn wir der Location zum Gala-Abend ankommen, dann machen wir den Sektempfang hier hinten links auf der Terrasse, weil da haben wir den Ausblick sowieso. Dann sitzen wir dort in der Location, den Plätzen. Die Bühne wird hier nicht links aufgebaut, sondern rechts. Wir gehen ganz tief rein in Details. Da ist ganz oft normal, dass wir eine Vorreise machen mit dem Auftraggeber. Wir fliegen vorhin nach Kapstadt, legen fest, nehmen Hotel A oder B, Restaurant B oder C und so weiter. Wenn es eine schöne Destination gibt, die mich persönlich reizt, an die ich selber tolle Erinnerungen habe, die schön ist oder neu für mich, dann bin ich mit dabei. Die Freiheit habe ich zum Glück. Von daher kann ich mir aussuchen, wie ich mit dem Arbeitsalltag gestalte. Und kann auch schauen, welche Projekte kann ich mir auf den Schreibtisch ziehen. Das ist echter Vorteil von dem Job, den ich habe und der Situation, der ich bin.

Patrick Minßen: Dann lass uns da mal richtig ehrlich einsteigen jetzt, Sascha, weil das hat mich schon immer mal interessiert. Da haben wir beide auch noch nie so direkt drüber gesprochen, tatsächlich, wenn ich das richtig erinnere. Das hört sich ja an, als wenn das der absolute mega geile Traumjob wäre und es gibt nichts Schöneres. Und du hast ja eigentlich nur Spaß den ganzen Tag und siehst die tollsten Orte der Welt.

Sascha Heide: Na dann.

Patrick Minßen: Also von außen betrachtet würden wahrscheinlich viele sagen, boah, hat der ein Glück gehabt, das machen zu können. Siehst du das genauso oder steckt da doch ein bisschen mehr dahinter als das, was man von außen so sehen kann?

Sascha Heide: Okay, da gibt es mehrere Antworten drauf. Ich glaube, erst mal der allerwichtigste Punkt ist für jeden, der dir das jetzt zuhört, du musst bei deinem Job, glaube ich, auf dem richtigen Spielfeld stehen. Also wenn du natürlich Reisen nicht magst, ist es kein Traumjob. Wenn du in fremden Hotels übernachtest, nicht magst, ist es nicht dein Traumjob. Ich glaube, generell jeder, er macht, egal ob ich im Vertrieb bin oder im Tourismus oder ob ich irgendwo in der Werkbank stehe, glaube, wichtig ist für jeden, für den beruflichen Erfolg, für die Zufriedenheit mit seinem eigenen Job, ist, dass du auf dem richtigen Spielfeld stehst. Dass du wirklich sagst, okay, ist genau das, was ich will. Es gibt viele Leute, sagen, ich möchte von 9-5 und dann möchte ich ab nach Hause. Und wenn sie da genau richtig sind, dann ist das das Richtige. Ich kann nur für mich sagen, ich bin früh mit Reisen in Verbindung gekommen. Schon mit meinen Eltern, immer viel unterwegs. Und das hat sich dann einfach durch mein ganzes Leben durchgezogen. Also ich glaube, ich mache einfach das so ein bisschen. Bezahlte Selbstverwirklichung, was ich da mache beruflich. Ich sehe das gar nicht so als Job, sondern das ist für mich eine Riesenbereicherung in meinem Leben. Von daher glaube ich schon, dass ich mache das Richtige für mich, weil ich den richtigen Job gewählt habe. Und natürlich, klar, es toll, ⁓ auf die Frage einzugehen, von denen mal genauer, immer in den schönsten Hotels zu übernachten. Natürlich ist das toll, immer in den besten Restaurants zu essen. Oder immer irgendwelche ... Erlebnisse, Rahmenprogramme zu genießen zu können, die es sonst nicht gibt. Oder Referenten am Start zu haben, mit denen man hinter der Bühne plaudert, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Das macht mir riesen Spaß. Aber das Ganze hat natürlich auch eine Kehrseite in der Medaille. Die Kehrseite in der Medaille ist, wenn du viel unterwegs bist, bist du weniger bei deiner Familie. Wenn du viel unterwegs bist und irgendwelche Projekte hat, wo der Kunde den Termin vorschlägt ... verpasst du auch mal den 40. Geburtstag von deinem besten Freund. Oder du bist auf irgendeine Familienfeier mal nicht dabei. es ist natürlich auch, jede Medaille hat zwei Seiten. Und das ist auf jeden Fall die Kehrseite der Medaille, dass du im Privaten zurückstecken musst, wenn du diesen Job liebst. Das ist auf jeden Fall mal Fakt. Das muss man ganz fairerweise auch so sagen. Und ich hab viel verpasst. Also ist die eine oder andere Hochzeit, wo ich nicht dabei war, weil ich da auf irgendeinem Projekt zu irgendwo auf der Welt unterwegs war. schon auch so ein bisschen die Erwärmungstropfen der ganzen Testjobs.

Patrick Minßen: Wie empfindest du das privat so? Beneiden die Leute dich herum dich eher dafür, dass du so viel erleben darfst? Oder beäugen sie das eher so ein bisschen, ja ich möchte nicht sagen, bemitleidend, aber ich glaube du weißt was ich meine, dass sie sich sagen, Mensch der arme Kerl, der kann selten bei seiner Familie sein, der kann nie bei uns sein, wenn wir uns am Wochenende mal treffen. Wie wird das da gesehen?

Sascha Heide: gibt natürlich Pro und Contra. Natürlich sagen die Menschen, ist ja wow, was du alles machst. Und alle fragen, wo warst du als letztes, wo geht es als nächstes hin? Das sind natürlich immer die klassischen Fragen. Was hast du da erlebt? Und selbst wenn ich da gar nicht tief einsteige, ich brauche ja nur, wie es dann eben ist, wenn man sagt, okay, ja, dieses nächste Projekt steckt an und wir sind in Shanghai. Wir haben da irgendwie einen Kongress mit 300 Leuten und dann sind wir vier Tage dann vor Ort mit den Leuten und sieben Tage in Summe bin ich dann da. Da sagen die Leute, wow, Shanghai, wie ist das da? Oder auch andere Destinationen. Aber natürlich sagen auch viele Menschen, nächstes Jahr ich noch einen Geburtstag, kannst du machen, was du willst, da musst du dabei sein. Das wünsche ich mir. Wir waren zusammen in der Schule oder wie auch immer, da kommen jetzt natürlich verschiedenste Argumente, unsere Familie kennen sich ewig und so weiter und so fort. Und das ist so, dass ich inzwischen auch da ein bisschen mehr Freiraum habe. Ich hatte es ja eben schon gesagt, dass ich nicht mal so ganz viele Nächte unterwegs bin, wie das noch vor 10, 15 Jahren war. Und von daher ist jetzt ein bisschen die Waage schon in der richtigen. in der richtigen Balance. Aber natürlich, klar, kann nur an einer Stelle auf dieser Welt sein, zum gleichen Moment. Und entweder ich habe ein wichtiges Projekt, wo ich auch, sag ich mal, bisschen in der Pflicht bin, dem Kunden gegenüber, ist ja auch wichtig, ja, gerade beim Sales, weil man erst die ganz tolle Reise verkauft hat, muss eben am Ende auch alles passen, und da muss ich ein bisschen abwägen. Also da gibt es natürlich Pro und Contra. Viele sagen, schön, toll, was du alles erlebst. Andere sagen, das wäre nichts für mich, wenn wir ja dauernd unterwegs sind und nicht gar nicht irgendwie mein Wochenende haben. Weil die Reisen auch meistens ab Wochen sind. Das muss man noch dazu sagen. Keine machen eine Center-Reise vom Montag bis Mittwoch, sondern meistens gehen die irgendwie Donnerstag bis Sonntag.

Patrick Minßen: Mhm, okay. Das ist auch spannend, Tatsächlich. Du verkaufst ja, ich glaub, man kann sagen, du verkaufst Erlebnisse, ne? Du verkaufst letzten Endes Erlebnisse, also dass die Menschen, die zurückkehren von der Veranstaltung, die du organisiert hast, das bestenfalls sehr positiv in Erinnerung behalten und auch nicht wieder vergessen. Interessant ist ja, ich durfte ja nun auch schon dabei sein, dass man tatsächlich als Teilnehmer nur dieses Erlebnis ...

Sascha Heide: Absolut.

Patrick Minßen: sieht. Man sieht die ganze Vorarbeit nicht, man sieht die ganze Verantwortung nicht, dahinter steckt, man sieht das ganze organisatorische nicht. Das ist auch das, worauf ich eben noch so bisschen mit anspielen wollte. Erklär uns doch mal als Teilnehmende oder auch als Auftraggebende, was steckt da eigentlich alles hinter und was passiert neben diesem ganzen Glanz und Glamour, der es dann vielleicht am Ende mal werden soll.

Sascha Heide: Gerne, diese Incentive-Reisen, diese Incentive-Reisen sind mega komplex im Hintergrund. Die Kunst ist, für den Teilnehmer, für die Teilnehmerin es möglich ist, einfach und leicht erscheinen zu lassen. Also ich sage mal, nehmen wir mal Beispiel an. Wir fahren jetzt gemeinsam nach, hast eine Butsch-Destination, wo ich dich gerne mal mitnehmen darf, gedanklich?

Patrick Minßen: Lass uns mal nach New York fahren. Fliegen.

Sascha Heide: Lass uns mal nach New York reisen. Also quasi du bist jetzt Gast und fliegst für vier Tage nach New York. Dann machst du dir im besten Fall gar keine Gedanken, wie reist ihr denn überhaupt hin? Du stehst in Frankfurt am Flughafen, wenn die Firma ein bisschen spendabel ist wegen der Business Class, aber zum Beispiel dein Ehestar, dass du überhaupt einreisen darfst in die USA, kümmern wir uns schon komplett rum die ganze Sitzplatzreservierung. Wie kommst du nach Frankfurt? Vielleicht organisieren wir dir auch noch einen Parkplatz. Dann sitzt du im Flieger. Wenn du New York landest, möchtest du schnell einreisen. Vielleicht machen wir irgendwie einen Fast Track. Dann ist das nächste so, du nimmst deinen Koffer vom Band, gehst raus. Da steht natürlich wie selbstverständlich ein Bus, der dich direkt vor's Hotel fährt. Da machst du dir als Gast normalerweise überhaupt gar keine Gedanken. Aber wo parkt der Bus, wie lange darf der da parken? Dein Flug hat vielleicht 30 Minuten Verspätung oder irgendwas. Das spielt für die Leute keine Rolle. Dann das nächste ist, du gehst ins Restaurant. Da sind natürlich die besten Plätze reserviert. Du hast eine Menükarte mit dem Logo von deiner Company drauf. Das Menü ist komplett in deine Muttersprache übersetzt und so weiter und so fort. Diese ganzen kleinen Details. die dann noch richtig ausarten, wie zum Beispiel du hast, nicht selten haben wir 100 Teilnehmer, Teilnehmerinnen, wo fünf haben Laktoseintoleranz, drei sind Veganer, fünf mögen keine Nüsse, der nächste mag keine Pilze. Also es hat sich inzwischen ein mega komplexes Teilnehmermanagement, kann man weitestgehend sagen, entwickelt, was das so ganz filigran macht an vielen kleinen Stellen. Aber die Kunst ist gerade auch für Leute wie mich, die da mit den Gruppen unterwegs sind, dass es vor den Gästen, vor dem Auftraggeber möglichst leicht erscheinen lässt. möchtest natürlich immer jemanden der lächelt, der dir das Gefühl auch gibt, hier läuft alles. Selbst wenn es im Raum dahinter noch brennt. Es ist nicht selten, dass du hast einen Gala-Abend oder eine spezielle Veranstaltung, Produkteinführung und du weißt, wir liegen jetzt hier in 30 Minuten hinten dran. Draußen im Foyer kommen schon die Gäste rein, da gibt es schon die ersten Häppchen, den Cocktailempfang und drinnen läuft der weiß ich, die LED-Wall noch nicht. irgendwie das letzte Video ist noch nicht eingespielt in der Regie, die letzten Lampen sind noch nicht programmiert. Da keigt der Hustle drum, weil drei Leute irgendwie sich im Service-Kram gemeldet haben. Also alles Sachen, da kann so viel links und rechts passieren. Das ist einfach das Daily-Business in dem Job. Und aber trotzdem nach draußen immer die Sicherheit geben, ja läuft alles und die Leute haben wunderschönes Gefühl gemacht. Weil oftmals ist es so, wenn man es gut organisiert und gut plant, kann man solche Sachen auch einfach ein bisschen abfangen. Nicht alles, aber das kann man schon ein bisschen abfangen. und dann natürlich maximal flexibel sein. Das lernt man in dem Job auch ganz schnell. Wenn man da steif an irgendetwas dran ist, dann wird es schwierig.

Patrick Minßen: Aber das heißt ja, du musst ein absolutes Organisationstalent sein in dem Job, oder?

Sascha Heide: Flexibel heißt das schon. Ja, klar, du musst organisieren können. Aber ich sag dir mal gern so, ist entscheidend die Auswahl der richtigen Leistungsträger, der richtigen Partner. Der Rest ist nur Projektarbeit. Also wenn du den richtigen Caterer beauftragst, du in der richtigen Location bist und so weiter und so fort, dann weißt du auch die Qualität der Partner und wie die dich in solchen Projekten auch dann unterstützen. Also das ist einfach wichtig. Du brauchst die richtigen Leute am Start, die dich unterstützen. Alleine kannst du sowieso nichts, immer Teamwork. Auch wenn einer wie ich da meistens vorne dran steht, der irgendwie das Gesicht zeigt, aber du hast hinten einen riesengroßen Team hintendran, die wirklich die ganzen kleinen Arbeiten machen, die das was Besonderes machen, die das perfekt machen. Das ist ganz wichtig. ist niemals einer alleine, der nur organisieren kann, sondern immer großes Team.

Patrick Minßen: Was ist denn mit dem Punkt Risikomanagement eigentlich? Also sitzt man da auch vorher zusammen und überlegt sich, was könnte schlimmstenfalls alles passieren und was wäre wenn und wie begegnen wir dem dann?

Sascha Heide: Ja, also das gibt es auf jeden Fall auch. Natürlich sind wir erstmal genau auf die andere Richtung. Wir gucken erstmal, wie wird es am schönsten und wie können wir es noch schöner machen, wie können wir es noch optimieren. Aber es gibt natürlich auch Punkte, wo das Risikomanagement eine große Rolle spielt. Also im Daily Business ist das nicht. Natürlich schaust du dann, okay, wenn ich jetzt irgendwie die super schöne Sommerfestplane am See und da kommt natürlich irgendwann immer die Frage, was ist, wenn es regnet? So, und dann war es natürlich immer ein Backup Plan, die Risikovariante in klein. Aber natürlich schaust du auch in groß, was passiert gerade auf der Welt? Oder was ist, wenn jetzt nächste Woche irgendwie die Airline streikt? Oder als Bodenperson am Flughafen streikt? Was gehen wir denn damit ⁓ Und dann hast du immer einen Plan B in der Tasche. Das heißt, du musst dann immer darauf auch reagieren können und dann die Möglichkeit... Man sollte sich vorher schon mal den ein oder anderen Gedanken verschwendet, die ein oder andere E-Mail geschrieben haben, die ein oder andere Plan B einfach in Tasche haben. Weil eins ist auch Fakt, wenn du irgendwo bist, du stehst jetzt mit den 100 Leuten in New York und dein Rückflug ist gestrichen, dann solltest du nicht erst... Dann anfangen, wenn die ersten Teilnehmer zu dir kommen und sagen, der Rückflug ist gestrichen, was machen wir denn jetzt? Sondern du solltest schon ein bisschen irgendwie eine Idee und einen Plan und wieder gute Partner haben, die dann für dich das Ganze auffangen. Das ist auf jeden Fall Fakt.

Patrick Minßen: Lass noch ein bisschen tiefer einsteigen. Wie siehst du, wie seht ihr das Thema Verantwortung für die Teilnehmenden? Fühlst du dich verantwortlich für die Menschen, die da mit dir reisen und wie weit geht das?

Sascha Heide: definieren wir ein bisschen mehr die Verantwortung.

Patrick Minßen: Naja, zum Beispiel, wenn innerhalb der Incentive-Reisen irgendwelche Aktivitäten stattfinden, die vielleicht Gefahren bürgen könnten, wenn es relativ weit weggeht, wo vielleicht die Gesundheitsversorgung nicht die beste ist und es sind vielleicht Teilnehmende dabei, die auch ein gewisses Alter haben oder ein gewisses Risiko mit sich bringen, beschäftigt dich sowas oder wird es einfach per Dokument vorher ausgeschlossen und dann ist die Sache erledigt.

Sascha Heide: Nein, das ist ein ganz wichtiger Punkt, du ansprichst. Weil die Reisen, die wir machen, sind immer auswendig, immer originell, immer anders. Wir wollen immer das den Leuten ermöglichen, was sie so in ihrem normalen Alltag oder in ihren privaten Reisen nicht ermöglichen können. Von daher müssen wir natürlich schauen, ich kann jetzt nicht irgendwelche ganz verrückten Sachen machen, die Körper, Leib, Gesundheit oder Psychie dann irgendwie in Frage stellen, was wir wollen. Was wir machen, ist sehr positiv gelegt. wollen ja positiv, wir wollen die Leute ja sage ich, einem Gefühl und mit Erinnerungen nach Hause reisen lassen, die am besten immer sagen, once in a lifetime. Natürlich ist es auch schon so, wenn wir zum Beispiel sagen, wir gehen jetzt nach Finnisch-Lapland und wir machen jetzt eine Shidu, also Motorschlittentour, oder wir fahren mit Huskies, die da vielleicht mal bisschen flotternder Weg sind, dann hast du natürlich ein bisschen Risiko. Also wir müssen natürlich immer schauen, was wäre wenn, wie sind wir darauf vorbereitet und so weiter. Also das müssen wir schon darauf achten. Aber eins muss man auch natürlich sagen, immer wenn ich irgendetwas Originelles mache. lehne ich mich automatisch ein bisschen aus dem Fenster. sag mal, nur wenn du zu Hause bleibst, dir die Decke auf den Kopf... Also, das Leben ist natürlich mit einem gewissen Risiko behaftet. Aber wir schauen natürlich bei den Sachen, die wir machen, und das machen wir seit 25 Jahren, und toi toi toi, ich klopfe hier mal auf meinen Holzschreibtisch, ist es auch immer gut gegangen. Natürlich, klar, hat sich mal einer irgendwie die Hand verstaucht, und natürlich hatte ich auch schon mal einen, der sich das Knie verdreht hat, und so weiter und so fort. Und dann betreuen wir die Gäste, die teilnehmen natürlich auch dann komplett. Das heißt, wir fahren damit wieder ins Krankenhaus, suchen nach ärztlicher Versorgung, und so weiter und so fort. Aber sonst ist das alles, schauen wir drauf, es ist. Aber wenn wir gerade bei Verantwortung sind, was ich natürlich extrem spüre, ist die Verantwortung auch dem Auftraggeber, der Auftraggeber entgegengebracht. Also wenn ein Unternehmen zu mir kommt und sagt, ich vertraue dir jetzt mal meine 20 besten Vertriebsmitarbeiterinnen und an und du fliegst mit denen das und die haben alle eine mega Leistung gebracht. Wir müssen jetzt Danke sagen oder ich brauche jetzt mal meinen ganzen Außendienst, alle 800. Wir müssen neues Produkt einführen und das Produkt muss zünden, weil davon hängt auch die Existenz unseres Unternehmen ab und so weiter und so fort. Wenn die dann das in meine Hand geben und sagen, pass auf, in diesen zwei Tagen muss es alles so am Schnürchen laufen, weil sonst haben Unternehmer ein echtes Problem. Also diese Verantwortung, den Unternehmen gegenüber, spüre ich schon auch und den Druck spüre ich schon auch. Den spürst du vor allem, wenn du dann bei der Präsentation beim Vorstand sitzt und stellst deine Idee vor und dann kommt es eben dann, da merkt man schon auch die Anspannung sehr oft auf Kundenseite. Da kommen nicht alle locker, sondern die merken schon, das ist jetzt extrem wichtig, was wir hier machen.

Patrick Minßen: Mhm. Das ist ein guter Punkt, da können wir auch gerne mal einhaken, nämlich wie sich sowas überhaupt anbahnt. Also erlebst du es häufig, dass deine Auftraggeber direkt mit einer konkreten Idee auf dich zukommen und du musst das eigentlich nur noch auskleiden oder ist es eher der Fall, dass die auf dich zukommen, wissen sie möchten gerne was machen, aber sie wissen eigentlich nicht genau was.

Sascha Heide: Also es ist so, auf hirschtfeld.de ist unsere Seite, haben wir über 6000 verschiedene komplette Programme. Wir nennen das Pakete für Firmen-Events. Und das ist quasi der große Vertriebstand, den wir machen. Das heißt, ein Kunde sagt, ich habe jetzt eine Tagung in München und ich brauche am Nachmittag noch für 70 Leute ein Rahmenprogramm. Dann wird er bei Google relativ schnell auf unserer Seite landen, sucht sich was raus und sagt, cool, hier in Seifenkissen rennen, ist ja fantastisch, das will ich machen mit meinen Pippeln. Und dann bucht er da quasi direkt ein. greife ich als Sascha Heide gar nicht mehr ein in den Prozess. Das ist bei uns komplett durchdigitalisiert. Findet zigtausende Mal jedes Jahr statt über unsere Plattformen. Das haben wir quasi in digitalem Vertrieb. Was bei mir hauptsächlich liegt als strategischer Berater ist, Kunde kommt und sagt, Heide, ich habe 300 Leute, ich, oder 400 Leute, oder 500 Leute, oder was auch immer. Ich brauche eine originelle Idee. Wie kann ich meinen Vertrieb oder die besten 300 von meinem Vertrieb Ehren auszeichnen? Die haben alle eine mega Leistung gemacht. Wir haben einen Wettbewerb gehabt, wir haben einen Wettbewerb vor. Vielleicht können Sie sich auch noch ausbekleiden. Was mache ich denn jetzt? Ich habe Summe Budget X. Wecken Sie sich mal irgendwas originelles aus, was Sie so nie erlebt haben. Und dann fange ich an und sage, okay, also sagen wir es mal ganz kurz. Ist der Vertrieb bundesweit? Wo sitzen die, was machen die? Was ist denn Job? Was ist euer Produkt eigentlich? Gibt es schon Reisendier gemacht? Habt und so weiter und so fort? Dann denke ich mir irgendwelche witzigen Sachen aus. wie die quasi geehrt werden können. Ich sag dir mal ein klassisches Beispiel, damit auch alle, jetzt hier zuhören, bisschen verstehen. Wir können zum Beispiel sagen, wir machen die Siegerehrung im Berliner Olympiastadion. Das heißt, wir buchen das Stadion, abends kurz nach Sonnenuntergang fahren wir mit einer Sondergenehmigung ins Stadion rein. Viele kennen das Olympiastadion, das ist so bisschen wie Hufeisen, die eine Seite ist ja vorne auf dem Marathonplatur. Da nehmen die alle Platz, da gibt es ein kleines Getränk, das Stadion komplett dunkel und auf einmal zack, geht die Musik los. Beim nächsten Song kommt aus diesem dunklen Stadion, aus der Anzeigetafel das Luu des Kunden raus. Und beim dritten Song, komplettes Flutlicht an. Dann gehen die Leute runter mit Gänsehaut, nehmen auf dem VIP-Tribüne Platz und dann quasi Licht wieder gedämmt. Vorstand hält eine Ansprache über die Lautsprechanlage. Dann ernen wir jeden einzelnen Vertriebler mit dessen Namen auf der Anzeigetafel, mit dessen Song, Lieblingssong über die große Tonanlage. Anschließend großes Dinnerparty, VIP-Bereich und so weiter. Also wir kreieren quasi eine Ehrung, eine Auszeichnung. wo keiner von denen, die dabei waren, jemals sagen kann, das kriege ich an jeder Ecke. Was wir oft machen, ist, diese besonderen Momente kreieren, diese besonderen Augenblicke, den Leuten ermöglichen, dass die einfach sagen, ey, in dem Laden, wo ich hier arbeite, mega geil, was die machen, was die für mich ermöglichen. Hier bin ich gerne, sind wir auch ein bisschen bei Mitarbeiterbindung. Und eben natürlich auch vor allem gerade im Vertrieb, weißt du selbst, die mögen es sehr, sehr gern. Wenn dann man auf die Schulter geklopft wird und wird gesagt, das hast du wirklich ganz toll gemacht, deine Ziele erreicht und noch drüber besser und noch fünf neue Kunden akquiriert und so weiter und so fort. Und das ist meine Aufgabe, also diese besonderen Erlebnisse von den Möglichkeiten, die es gibt auf der Welt, rauszukitzeln und das natürlich dem Kunden zu verkaufen oder anzubieten oder davon zu überzeugen.

Patrick Minßen: Lass uns da ruhig noch mal tiefer reingehen, weil nach außen hin, das habe ich auch so erlebt, wenn ich mal so im Bekannten- und Familienkreis erzählt habe, wir haben da jetzt bald so eine spannende Reise vor. Nach außen hin wirkt das immer so, ja, machen die so bisschen Halligalli so ein paar Tage und amüsieren sich ein bisschen. Mensch, muss eure Bude eine Kohle haben, dass ihr so was machen könnt. Und habt ihr denn sonst nichts zu tun? Habt ihr nichts zu arbeiten? nach dem Motto, solche Sprüche kommen dann, Sascha, hast du sicherlich schon mal gehört. Deswegen.

Sascha Heide: Gut. Okay, also dann.

Patrick Minßen: An dich die Frage als Experte, wie tief geht die Wirkung dieser Incentive-Reisen tatsächlich? Was erzeuge ich damit als Auftraggeber bei meinen Mitarbeitenden? Was ist am Ende des Tages der Outcome dieser ganzen Geschichte? Was hast du da schon erlebt? Wie darf man sich das vorstellen?

Sascha Heide: Also wir machen nach jeder Incentive-Reise, sofern es der Kunde möchte, eine kleine Evaluierung der Reise. Das heißt, checken genauer am Ende, welcher Programmpunkt, welches Hotel, was genau, wie, welches Restaurant, wie hat dir was, wo gefallen. Gibt es Verbesserungsvorschläge und so weiter und so fort. Das kann man auch mehrstufig machen. Das kann man Beispiel sagen, einmal direkt nach der Reise und einmal noch mal drei Monate später. Also ein bisschen auf der langen Zeitachse noch mal bisschen nachzuarbeiten. Aber ich kann dann so viel sagen, wenn, jetzt sage ich mal nicht nur Incentive, sondern Firmen, Events im Allgemeinen. Da kann ja auch die mega Weihnachtspause dabei sein oder ein tolles Sommerfest und was auch immer man macht. kann auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen. Man tut mal auch etwas Gutes als Kampagne. Also ich kann nur so viel sagen, dass ich das Feedback, was ich in den 20, 25 Jahren immer auf die Reisen oder Veranstaltungen im Allgemeinen erhalte, ist immer, wenn wir es schaffen, die Leute einen besonderen Augenblick zu generieren. Wenn wir es schaffen, sie persönlich oder emotional anzufassen, das ist immer das Entscheidende. Ich komme ganz viel über das erlebte Gefühl. ist das, was ich in den Gehirnen am besten eintrenne. Dass sie sagen, weißt du noch, vor fünf Jahren, wir in Dubai waren, das war doch Wahnsinn, wo wir draußen in den Camp mit den Jeeps rumgefahren sind und dann hatten wir unser eigenes Camp abends und so weiter und so fort. Wenn diese Stories, diese Erlebnisse noch Jahre danach erzählt werden, und ich habe das sehr oft, dass die Leute kommen und Mensch, wir waren doch mal vor drei, vier Jahren oder selbst manchmal so, wir waren doch mal vor zehn Jahren. in Stockholm zusammen, da haben wir diese Dächertür gemacht, wo wir jetzt über die Dächer geklettert sind. Es gibt tausend Stories und das ist eigentlich das größte Feedback, was man als Chef, Chefin bekommen kann von seinem Team, dass sie ein Jahr danach noch sagen, wie toll das war, was man gemacht hat. Wie gesagt, das kann einmal über die Schiene Luxus kommen. Wir waren in einem tollen Hotel, wir sind Business Class geflogen, wir irgendwie eine besondere Location. die du sonst gar nicht bekommen hast, wie zum Beispiel eben der Berliner Olympiastadion für die Ehrung mit Anzeigetafel und so weiter und so fort. Das kann aber auch die Sinnhaftigkeit sein. Also wenn wir zum Beispiel sagen, schau her, wir machen das Sommerfest mal eben nicht jetzt da noch einen Cocktail-Workshop und da noch dies das und jenes, sondern wir machen etwas, was der Sache dienlich ist. Im Allgemein wohl ein bisschen was zurückgeben, sondern als Beispiel, wir gehen mal alle in unseren, wo unsere Firma sitzt, in einen Kindergarten. Wir als Company renovieren mal den ganzen Spielplatz unter Aufsicht des TÜVs. Also man nämlich in Deutschland muss man dazu sagen, also Sand darf nur so körnig sein und so weiter und so fort. Aber was ich sagen will, man kann auch Veranstaltungen machen, wo ich die Leute emotional anfasse, wenn wir etwas für die Allgemeinheit Sinnvolles tun. Und das tun wir auch. Also wenn es der Sache dienlich ist, es, das kannst du nicht als Incentive machen, weil wenn die Leute eine besondere Leistung gemacht haben, dann wollen sie danach belohnt werden. Aber für viel ist auch wichtig zu sagen, wir wollen mal etwas sinnstiftendes tun. Und da gibt es ganz tolle Aktionen. Unternehmen auch machen. Das kann sich genauso einbrennen wie die tolle Incentive Reise irgendwo auf dieser Welt.

Patrick Minßen: Das hört sich für mich so an nach, eigentlich ist nichts unmöglich. Oder gab es schon Ideen, die du abgelehnt hast oder wo du sagen würdest, nee, das organisier ich für euch nicht, da steh ich nicht hinter.

Sascha Heide: Also, dass ich hinter der Idee stehe, das ist ganz wichtig, das ist essentiell. Also ich kann keine Reise oder keine Veranstaltungen organisieren, die ich als schlecht einschätze. Das geht einfach nicht. Das kann ich mit mir als Mensch nicht vereinbaren. Und da kann ich auch gern was erzählen. Also wie oft ist es so, ich komme zum Vorstand. Das ist eigentlich so Thema Authentität, eigentlich für mich als Vertriebler. Und was ich hatte, du hattest eingangs gesagt, ich habe kein richtiges Produkt. Ich kann nicht zum Kunden gehen und sagen, schau mal her, ich verkaufe E-Bikes, fahr doch mal Wochenende damit. Und dann sagst du mir montags, ob du es haben willst oder nicht. Sondern was ich ja immer mache, ich muss immer erstmal eine Geschichte erzählen. Ich muss die Leute immer erstmal mitnehmen. Bestfalls habe ich eine Stunde Zeit zu präsentieren. Und nach dieser Stunde haben die Auftraggeber die Reise schon mal innerlich durchlebt. Sie waren innerlich schon mal in dem Hotel, die waren schon mal an dem Strand, die waren schon mal in der Location, die waren gedanklich schon mal in San Francisco mit mir auf Reisen. Und wenn ich sie da gut abhole, dann kann ich damit, sage ich mal, optimal engagieren, weil ich selbst für mich ehrlich bin und authentisch. Aber als ich eben noch sagen wollte, was ganz wichtig ist, wie oft habe ich es erlebt, ich komme zum Unternehmen, bist in die Konzernzentrale, du hast abgeholt, Assistent, Assistentin und dann reden die noch eine Stunde auf mich ein, ja, wenn sie jetzt zum Vorstand Herr Müller kommen, dann müssen sie unbedingt da, sagen sie bloß nicht dies, sagen sie bloß nicht jenes, machen sie nicht das, machen sie dies. Und dann reden die eine Stunde auf mich ein. denke, wenn ich das alles jetzt beachte, dann sage ich gar nichts mehr am Ende. Und ich habe immer gemerkt, wenn ich dann ins ... Vorstandsbüro reingehe und ich darf eine Stunde präsentieren und ich bin mit dem Vorstand, mit dem Vorstand wie auch immer, mit dem Inhaber des Unternehmens wie auch immer, Auftraggeber allgemein, auf Augenhöhe. Und ich kann auch sagen, Herr Müller, das ist die Idee, die Sie haben, mit 500 Leuten an dem Strand dies, das und jenes zu machen, finde ich nicht gut, weil daneben ist der öffentliche zerschmeißt unser Veranstalt oder was auch immer er vorhat. Ich muss Ihnen das immer sagen, auch wenn die Assistentin Dann daneben da, da sind sie in Schweiß gebadelt, weil ich jetzt dem Vorstand widerspreche. Also sehr oft sage ich dann, Herr Müller ist eine super Idee, machen wir aber auch nicht. Warum? Grund A, B, C. Und ich liefe nicht nur die Gründe, warum ich es nicht machen würde, sondern ich liefe eigentlich sofort eine Lösung auch dafür. Lassen Sie es uns lieber so, so, so machen. Damit haben Sie viel mehr Erfolg. Aber es kommt viel Gesser bei den Leuten an und wir können auch dies, das und jenes damit verknüpfen. Und das ist, ich, das Wichtige in meinem Vertriebsbereich. weil ich kein richtiges Produkt habe, immer nur eine Idee, dass ich Vertrauen schaffe, dass die Leute mir vertrauen, dem, ich da erzähle. ich muss selbst dahinterstehen, also ich muss authentisch sein mit dem, was ich den Kunden angebe. Das ist das ganze Wichtigste. Wenn das eins von beiden nicht funktioniert, dann explodiert es spätestens oder glaube ich, ich habe es noch nicht erlebt, dann würde es spätestens auf der Reise explodieren. Weil die Vorstellung unterschiedlich

Patrick Minßen: Gibt es da einen konkreten Fall, den du vielleicht noch im Hinterkopf hast, wo es echt schwer für dich war zu überzeugen, aber du 100 % sicher warst, dass es nicht gut ist, es so zu machen, wie es der Auftraggeber wollte? Gibt es da was, woran du dich erinnerst?

Sascha Heide: Den Empfang habe ich jetzt nicht, was ein generelles Problem bei mir ist und eine Herausforderung ist, die Ideen, die wir machen, die sind sehr, sehr kernig, würde ich mal sagen. wir bringen das immer, versuchen, das immer auf den Punkt zu bringen, immer dieses besondere Herausarbeiten. Was machen wir jetzt eigentlich? Warum machen wir das? Also, bleiben wir nochmal bei Kappstadt. Warum gehen wir dann direkt auf den Tafelberg und machen da den Empfang? Warum sind wir am zweiten Tag ... mit den Oldtimer und fahren nach Stellenbosch und zum Cap der guten Hoffnung. Warum ist dies das? Wann machen wir das Gruppenfoto für die Erinnerung und so weiter und so fort? Und die große Herausforderung, die ich immer an meinem Schaf habe, du hast sehr oft eine Eventabteilung oder das Sekretariat oder woher wir den fragen, an. Du machst diese kernige Idee und dann kommen so drei, vier Leute und lutschen an diesen Bombe rum. Und das ist kernigen Thema, wo wir die Themen exakt auf den Punkt bringen wollen. Kämpfst du sehr oft gegen, ja, da könnte man da noch ein bisschen, da könnte man das noch ein bisschen hier mit. Und am Ende hast du ganz oft, wenn du das so machen würdest, eine weichgespülte Variante. Die ist so ein bisschen so lau, ja, am Ende hast du so Net. Und das ist ein Punkt, bei dem Punkt davor, Authentizität, wo ich mich dann wirklich durchsetzen muss für das Besondere, für das Originelle. Wir müssen dranbleiben an dem Thema. Das ist die Challenge, die ich habe. Auch so bei Vorständen. Da gibt es alles, der Kunde. findet irgendein Moderator gut. Da hab ich den im Fernsehen gesehen, der ganz toll, den will ich gern mal haben. Ich steh als Forschung auf der Bühne mit dem aus dem Fernsehen und sag, ist schön und gut. Aber wir haben das Thema Sport in unserer ganzen Konzeption. Da kann ich jetzt keinen nehmen, der einen Kochkurs macht. Also streichen Sie den Kochreferenten, wir brauchen einen vom Sport. Das ist oft so Thema, wo du ihn dann eben enttäuschen musst, aber wo du standhaft oder wo ich standhaft bleiben möchte. Nein, haben das Thema Sport. Wir haben ein Konzept. Ein schönes Beispiel noch, nennen das Winners Weekend. Da triffst du Olympiasieger und Weltmeister aus, denn Sport macht mit denen gemeinsam ein Leben. Du kannst quasi, sage ich mal, Biathlon machen, mit Biathlon Olympiasieger selbst bei Biathlon schießen. Der coacht dich ein bisschen. Dann hast du fünf, sechs verschiedene Olympiasieger und Olympiasiegerinnen, die mit dir fünf, sechs verschiedene Sport einfach mal so bisschen anteasern. Ein bisschen machen. ist ein neher Erlebnis. bist danach mit den Leuten auf du und du. Die sind abends noch bei der Hüttenparty dabei. Stell dir vor, du machst abends noch die Gala. Du wirst jetzt zu diesem Abend, wo du fünf Olympiasieger hast, hast du jetzt einen Moderator aus dem Thema Kochen. Oder irgendwo. Das passt nicht. Da muss ich einfach das Knie durchdrücken, sag ich mal. Und muss ich den Forschern auch mal enttäuschen. Das sind die Momente, wo die Assistenten dann schweißgeströmend da sitzen. Aber im Endeffekt es auf Augenhöhe, wenn du dem Vorstand das erklärst. Neben diesen Menschen ist es schon wahr.

Patrick Minßen: Wie ist das eigentlich so mit den Promi-Wünschen? Das finde ich ganz interessant, das Thema. Seid ihr da oder würdest du sagen, ihr seid so ziemlich in der Lage da an jeden ranzukommen? Es ist nur eine Frage des Geldes. Und wenn ja, was sind da so deine Erfahrungen mit Promi-Nennten? Oder ist das ein Thema, was gar nicht so häufig aufkommt bei eurer Veranstaltungskonzeption? Wie darf man sich das vorstellen?

Sascha Heide: Ja. kommt schon öfters vor. Generell, was kostet ein Promi oder auch viele Fragen? Kannst du Tickets fürs Champions League-Finale nächstes Jahr in Budapest besorgen? Ich kann alle Tickets besorgen. Das ist immer eine Frage des Geldes. Das ist immer eine Frage des Budgets. Aber generell kann ich alle Tickets besorgen. Das sehe ich jetzt gar kein Problem. Bei den Promis habe ich eine schöne Geschichte. Ich hatte vor zwei Jahren Michelle Hunziger im Europa-Park Rust zu einer Veranstaltung. Die ist auch eingeflogen, hat ja quasi den Galahmen moderiert. Die war super lustig, super professionell. Also wir haben gesagt, okay, Michel, wir hatten vorher zweimal einen Videocall und wir sagen, um 15 Uhr ist Probe, 19 Uhr geht jetzt wurde Licht an, da wird hier auf der Bühne moderiert. zack. Die war Punkt 15 Uhr, da war top in Bilde, so wusste genau, die hatte jeden Slot direkt auf dem Schirm. Wir hatten die Probe, die manchmal zwei, drei Stunden dauert, hatte die in 20 Minuten fertig. Sie wusste genau, hier gehe ich Bühne auf, da moridere ich an, kommt der Vorstand, Begrüßung, Smalltalk, Darehrung und so weiter. Hat die sie sofort drauf? Also sie war mega vorbereitet. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die nach 20 Minuten nach dem Anlass durch war, gesagt, okay, kriege ich jetzt mein Ticket für den Park. Da war die von 15.30 bis 19 Uhr in sämtlichen Fahrgeschäften, oder sagen wir mal bis 18 Uhr, rein in die Maske. 19 Uhr stand die auf der Bühne, bis 23 Uhr durchgezogen. Muss ich sagen, der Hundesieger war absolut auf dem Punkt. Und die Leute, ich meine, kennst du sie ja wenigstens vom Fernsehen aus, ist das auch so ein Sonnenschein. Die hatten einen megaarmt. Also von daher, ich kann noch andere Beispiele, würde ich jetzt keine Namen nennen, wo es mega kompliziert ist, wo dann noch drei Agenturen dazwischen geschaltet sind, wo denen dann nie sprichst mit dem Promi und dann irgendwie alles ist anders und du hast noch 1000 Euro und ich brauch nur dieses Wasser in meiner Garderobe und so. Hab ich auch alles schon erlebt. Ist anstrengend, aber es gibt wie gesagt auch sehr, sehr gute Beispiele. Manchmal sind sie eigentlich, also aus meiner persönlichen Erfahrung, unkomplizierter als man so denkt. Ich hab eigentlich fast durch die Bank eine gute Erfahrung.

Patrick Minßen: Hm. Aber grundsätzlich kann man da jeden Wunsch an euch richten, egal wer es ist, und ihr versucht den dann zu organisieren.

Sascha Heide: Absolut. Also jeden Wunsch ist natürlich jetzt ein großes, weites Feld. Aber alles, was irgendwo man sagt, kann man sich vorstellen irgendwie. geht schon.

Patrick Minßen: Ja, Es gibt ja grundsätzlich, also in meiner Wahrnehmung, so zwei Arten von Veranstaltungen schwerpunktmäßig. Das eine ist, du machst das nur mit deinen Mitarbeitenden, zum Beispiel das Sales Team so ein bisschen zu motivieren. Das andere ist, das Sales Team beispielsweise nimmt noch seine Kunden mit. Also Personen, die gar nicht zum Unternehmen des Auftraggebers gehören. Ist das eine besondere Spezialität, sowas dann zu organisieren oder sind das einfach nur ein paar Leute mehr von einer anderen Firma?

Sascha Heide: Also man muss dazu sagen, wenn ich mir ein Konzept ausdenke für die Reise, schaue ich als Erstes immer ganz genau, wer ist der Kunde? Wer nimmt daran teil? Und was haben die für Ziele? Ich frage jedes Mal den Kunden zuerst, okay, du willst jetzt hier keine Ahnung, 10.000 Euro geben, 100.000 oder 500.000. Egal von dem, was wir machen, lieber Kunde, was wäre denn dein Traumzustand, wie die Leute sich danach fühlen sollten mit, also mit welchem Gefühl sollen sie nun wieder nach Hause gehen? Was sollen sie machen? Das ist die erste Frage, was sind eigentlich deine Ziele? Was willst du eigentlich erreichen damit? Und dann, wenn man da genau hinhört, gibt es sich schon viel wichtiger Input für das Konzept. Also was will der eigentlich? Will der Danke sagen? Hat der im Hintergrund ein neues Produkt, was er irgendwie bei der Zielgruppe platzieren muss? Muss er seinen Vertrieb mitnehmen? Plus auch noch die Kunden, die mitgebracht werden und so weiter und so fort. Also hat er vielleicht ein Jubiläum, sagt er, wir haben dieses Jahr 50-jähriges Jubiläum oder 100-jähriges oder 10-jähriges, was auch immer. Was will er denn eigentlich erreichen? Was sind denn eigentlich seine Truppen? Punkt, dir hat. Weil eins ist auch immer Fakt. Kein Unternehmen gibt ein Budget aus ohne Ziele, ohne irgendwas. Also die wissen schon genau, okay, also die Erwartungen sind auf jeden Fall bei jedem Projekt da. Die wollen irgendwas machen. Das mindestens ist es auf jeden Fall die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist auf jeden Fall. Aber das ist der Punkt, wo ich genau vorhin schauen muss, ob ich die richtigen Fragen stellen muss beim Briefing-Gespräch. Worum geht es euch? Natürlich gibt es Kunden, die machen schon viel, fünf, sechs, sieben Reisen mit uns. Da weiß ich schon, wie der Hase bei denen läuft. Da weiß ich schon, wo ... Problemchen sind oder wo sie auf sie hinaus wollen. Aber gerade bei Kunden, die ich das erste Mal sehe, ist das ganz wichtig, das Briefing-Gespräch, erst mal zu erfahren, warum macht ihr das eigentlich? Was wollt ihr denn erreichen? Was sind eure Ziele damit? Und dann fange ich erst an zu arbeiten.

Patrick Minßen: Nimmt das denn zu, dass auch Kunden mitgenommen werden oder ist das immer noch mehr so eine eine firm interne Geschichte, was bei euch so angefragt wird?

Sascha Heide: Also ich würde es mal sagen, ist ein normaler Bestandteil dieser Reisen. Es gibt solche und solche Reisen. Aber ich würde da sagen, da kann ich jetzt keinen Trend erkennen. Man nimmt jetzt mit und nimmt weniger mit. Es gab mal eine Zeit lang einen kleinen Trend, da wurden mehr die Lebenspartner mitgenommen. Das war mal so ein Trend. Das hat mir irgendwie gesagt, wir machen mehr zusammen, weil da war so bisschen die Idee dahinter, die im Vertrieb, die sind so viel draußen unterwegs, die sind so viel oder so wenig zu Hause, da müssen wir den Partnern auch mal Danke sagen und dann nimmt er halt die Partner mit. Das war mal so der mal gemacht wurde, aber der jetzt nicht durchgeschlagen hat bis zum letzten.

Patrick Minßen: Hat sich nicht durchgesetzt, der Frau oder dem Mann auch mal was Gutes zukommen zu lassen. Sehr gut.

Sascha Heide: Hatten. Ganz genau. Wurde ab und wieder genommen, aber hat sich jetzt nicht so gesagt, das machen jetzt alle. Da kommt man jetzt gar nicht dran vorbei.

Patrick Minßen: Also der Sales, der feiert lieber für sich, wenn man bei dem Beispiel bleibt.

Sascha Heide: Das kann ja auch Tagung sein. Ganz oft hatte ich das auch im Punkt, dass ich ganz oft frage, okay, wir fliegen jetzt, keine Ahnung, drei Tage nach Rom. Gibt es da irgendwie mal ein paar Formelzahlen oder was, wo jemand Tagungsraum braucht, wo jemand ein Breakout-Räume braucht, wo ihr irgendwas besprechen wollt? Kann ja auch sein, oder? Wollt ihr zum Beispiel irgendwie in das Rahmenprogramm gewisse Punkte mit eingebaut haben? Also ganz oft ist es so, dass wir sagen, wir sind in Barcelona und machen in Barcelona verschiedene ... Locations, so kleine Breakouts ganz nett und du machst quasi wie eine kleine Tour durch die Stadt mit so kleinen Go-Cars, sind so kleine Cabrio-Busse und an jeder Station ist so eine Stunde bisschen Input. Dann gibt es da mal was zum neuen Produkt, da mal was zur neuen Vertriebsstrategie, da mal was intern gemacht wird und so weiter und so fort. heißt, du verbindest den Spaß mit Information. Ich sage immer so bisschen Infotainment. Auf eine lustige Art und Weise kommen wir und machen was. Ein schönes Beispiel, weil ich glaube, das interessiert ja viele, was ich so mache, ist zum Beispiel Making Movie. Megaprogramm, Making Movie ist. Du hast, was ich sage mal, 50 oder 200 oder 300 Leute und teilst die in kleine Teams ein, 15 Leute. Und jedes Team kriegt einen Profikamera-Mann und einen Profiregisseur und eine verschiedene Filmgenre. Also ich sage mal James Bond, Mittelalter, Science Fiction, Tatort, was auch immer. Und dann sagen wir, pass auf, was ihr machen müsst ist, innerhalb Die eures Genres und in dem Filmset, wo ihr seid, müsst ihr quasi jetzt ein Theater drehen. Das Produkt von euch, neue, das muss mit eingebaut werden. Das heißt, was machen wir? Wir kommen so ein bisschen durch die Hintertür und sagen, eigentlich haben wir große Spaß, wir machen Riesenfreude, die Leute sind mega geil, mit Kostümen und allem Drum und Dran. Durch die Hintertür kommen und sagen, aber beschäftige dich auch mal, was sind denn die Vorteile von dem neuen Produkt, was du da hast? Und da kommen mega kreative Sachen raus. Und der Gag ist, die fangen quasi früh 10 an, es geht bis 15, 16 Uhr. Drehen die wirklich mit Kostüm, mit Maske, Requisite, alles was du brauchst. Drehen die dann James Bond, Tartort, auch immer, Western, alles Mögliche. Dann werden die Filme sofort geschnitten und am Abend machen wir eine große Oscarverleihung. Das heißt, wir erst einen schönen Galaabend. Dann setzen wir die nochmal kurz im Bus, mieten ein großes Kino und dann sehen die ihre Bilder oder ihre Filme auf einer großen Leinwand. Das ist ein irrer Moment, wenn die sich dann sehen. Und dafür packen wir natürlich die Ideen, die Wünsche des Kunden in ein spaßiges Rahmenprogramm. Das ist ein Megaprogramm. Also Mackey Movie kann ich auch für alle empfehlen, die irgendwelche Inhalte auf einen tollen Weg transportieren wollen. Ein Megaprogramm, wir überall, wo immer der Kunde das möchte.

Patrick Minßen: Was ich richtig cool finde, ist, dass ihr die Leute damit auch ein Stück weit aus dem Alltag, aus der Realität rausholt. Dass man den Kopf mal wieder ein bisschen frei kriegt für andere Themen und dadurch vielleicht auch in der Lage ist, wieder kreativer zu denken. Aber, jetzt müssen wir das Aber mal ein bisschen einschieben, wir nehmen gerade am 10. November 2025 auf. Ich glaube, alle wissen, wie so die allgemeine Situation gerade so in der Wirtschaft ist, wie die Menschen sich so fühlen, welche Unsicherheiten damit einhergehen. Wie wirkt sich das auf diesen ganzen Reisesektor aus? Hast du das Gefühl, dass die Unternehmen sagen, jetzt erst recht? Oder spürst du da eine gewisse Zurückhaltung? Ich meine, wir reden ja hier auch davon, Menschen für eine Woche von der Straße zu holen, die dann nicht ihren Job, beispielsweise ihren Sales, können. Wir reden von einem gewissen Invest, da getätigt werden muss, Gelder, die vielleicht gerade jetzt an anderer Stelle benötigt werden. Wie ist da die Entwicklung, Sascha?

Sascha Heide: Also die Entwicklung ist jetzt, sagen mal, November 2025 oder dieses Jahr merken wir schon zwei Bereiche. Ich sage mal, bei uns ein bisschen das Brot- und Buttergeschäft, das ist, was ich vorhin schon mal gesagt habe, 70 Leute machen Seifenkistenrennen als Rahmenprogramm zur Tagung in München, das Beispiel, ich vorhin genannt habe. Das merken wir schon, es kommt ein bisschen unter die Räder. Das ist einfach dahin begründet, dass viele unternehmen sagen, wir machen auch die Tagung nicht mehr zwei Tage, sondern wir machen die nur noch einen Tag. Also dann merken wir schon, da ist Wir sind ja sehr abhängig von der Wirtschaft, ein sehr großer Kostendruckgrad. Also als richtig Druck auf den Kessel, das merken wir schon. Die aktuelle wirtschaftliche Situation, wie man sie bewerten möchte, ist für viele ein echtes großes Thema. Und in solchen Bereichen, wir machen das 25 Jahre, das ist nicht die erste Krise, wir haben, ist immer ein Reflex. Unternehmen sagen natürlich erst mal, okay, da warte ich erst mal ab, da gucke ich erst mal. Und jeder, in der Company arbeitet, sagt natürlich, okay, klar, natürlich, wenn ich meinen Job behalten kann. Da verzichte ich auch mal gerne auf das Sommerfest. Also da kann ich gern drauf verzichten, wenn ich meinen Job behalte. Dieses merken wir schon. Wir merken allerdings auf der anderen Seite auch, dass viele Unternehmen, also erst mal ist es auch branchenabhängig, es gibt Unternehmen, also gerade sage ich mal Beispiel Versicherung. kündigst jetzt nicht sofort, kündigt ganz Deutschland alle Versicherungen. Also die sind relativ stabil, will ich damit sagen. Aber du hast natürlich andere Sektoren, wie zum Beispiel Automobil, denen es gerade sehr schwierige Zeiten durchleben. Ausgang offen, wo wir schon merken. muss man mal gucken, welche Richtung es geht. wie gesagt, das Brot- und Buttergeschäft, hier Tagungen, kürzen einen Tag, Rahmenprogramm, das hat einen Einbruch erlitten dieses Jahr. Für alle größeren Projekte, also mit größeren Budgets, die sind relativ stabil, wo ich auch gar keine richtige Begründung habe. Also wenn ein Unternehmen sagt, okay, wir nehmen jetzt einmal den Außendienst zusammen und wir müssen das jetzt, neue Art und Weise oder die Umstrukturierung, wir müssen alle mitnehmen oder wir brauchen auch alle, wir können jetzt irgendwie nicht die Hälfte der Mitarbeiter auch verlieren und so weiter und so fort. Die Sachen werden schon noch gemacht und werden auch noch gut geplant und auch mit guten Budgets umgesetzt. Wie sich das weiterentwickelt für die Jahre 2026, weil manchmal gibt es auch einen Vorkast von drei Jahren für größere Projekte, kann ich noch gar nicht genau abschätzen. Also bei uns ist es so, dass wir natürlich schauen, maximal flexibel auch da zu sein, zu sagen, was sind die Bedürfnisse, worauf müssen wir reagieren, was sind die Produkte, die vielleicht nachgefragt werden, wenn es eben kurz und intensiv sein muss, knackig, wenn es ist das. Was wir aber auch festgestellt haben in den letzten Jahren schon, dass die Unternehmen die Reisen gar nicht mehr so vom ersten bis zum letzten Moment komplett vollgepackt haben möchten. Sondern die wollen ganz viel Zeit, auch ein bisschen für Reflektion. wenn ich jetzt keine Ahnung, bleibt man noch mal bei in Finnisch-Lappland, die Husty-Tour gemacht habe und habe das tolle Erlebnis in diesen weiten, winterverschneiten Wäldern von Finnland. Wollen die Leute auch mal danach zwei, drei Stunden am Kamin sitzen, an der Bar stehen? bei einem heißen Tee, einen Kaffee oder am ersten Getränk und wollen das, was sie erlebt haben, miteinander austauschen. Und da will ich gar nicht den nächsten Impuls schon wieder setzen, in eure Programme, du musst wieder los und duschen auch schnell und dann geht es weiter. Sondern sie wollen auch den Moment haben, das Erlebte zu verarbeiten. Und das ist ganz wichtig bei den Reisen, ist die Reflektion. 50 Prozent ist das Erlebnis und 50 Prozent ist danach sich mit den anderen austauschen über das Erlebnis. Und das brennt genauso nochmal. Du willst dich mit den Leuten austauschen. Du willst die lustigen Geschichten, dass einer vom Husky-Schlitten runtergefallen ist, es das passiert usw. Das sind die Stories, die mindestens die Hälfte der Miete sind. Und das Erlebnis langfristig bei den Leuten im Gehirn zu verankern, positiv zu belegen. Und dass die auch mal in schlechten Zeiten sagen, das ist gerade mega schwierig, aber ich bin trotzdem froh, Unternehmen zu arbeiten, weil die sich einfach allumfänglich um mich kümmern. Mit all den Problemen, die es da draußen gibt.

Patrick Minßen: Ja, ist ja doch irgendwo auch ein Phänomen, dass gerade in schwierigen Zeiten, ich möchte jetzt gar nicht unbedingt sagen schlechte Zeiten, aber dass gerade in schwierigen, herausfordernden Zeiten der Wunsch nach mehr Nähe, nach mehr Austausch, nach mehr Miteinander tatsächlich größer wird. So erlebe ich das auch im Business. Also wir haben nicht weniger Kundenkontakt oder weniger Termine dadurch, dass die wirtschaftliche Lage schwieriger wird. Ganz im Gegenteil. Ich erlebe es sogar, dass wir teilweise deutlich längere, deutlich intensivere, deutlich tiefer gehende Termine mit den Personen haben. Dass es deutlich häufiger auch vorkommt, dass man mit denen nochmal zum Essen geht und dann auch private Themen mal eine Rolle spielen. Das befeuert natürlich diesen Gedanken, gemeinsam mit den Leuten zu verreisen, doch auch nochmal.

Sascha Heide: Absolut. Und absolut, was wir auch oft erleben, ist natürlich kann ich als Kunde auch fünfmal am Stück die Welt gereist sein. Es geht auch immer wieder einen Schritt zurück, das haben wir auch festgestellt. Viele denken immer, ist unser Thema als höher, schneller, weiter? Und wenn ich in Rom war, dann muss ich auf jeden Fall als nächstes nach New York. Und wenn ich in New York war, muss ich nach Schanghai. Wenn ich Schanghai war, muss ich Australien und so weiter und so fort. Das ist gar nicht der Fall. Kann ich also wirklich aus eigener Erfahrung absolut widerlegen. Ich kann auch sagen, du kannst auch fünfmal die Welt gereist sein und kannst dann ein ganz tolles Event machen. Keine Ahnung, in der Mecklenburger Seenplatte oder irgendwo an der Nordsee. Und kann es trotzdem mit einem guten Programm, mit einem guten Hotel und mit einer guten Idee die Leute gut zusammenführen. Das geht auf jeden Fall. Also höher, schneller, weiter ist auf jeden Fall. ich widerlegen, kann ich wirklich gute Beispiele bringen, dass es nicht unbedingt nur darum geht, möglichst weit weg zu sein, sondern wenn man sich konzeptionell Gedanken macht, wenn man gut dran ist, wenn man in der Tiefe der Reise ist. Also wenn du zum Beispiel sagst, pass auf, wir wollen es immer weiter bewegen, aber dieses Mal ... gibt es von beiden Vorstellten eine persönliche, handgeschriebene Karte mit einem kleinen persönlichen Präsent auf dem Zimmer. Und wir arbeiten uns mal ein bisschen daran ab, wie wir die menschliche Nähe noch mehr hinbekommen, ohne immer sagen, ist noch einer oben drauf, und hier kommt noch eine Band, und hier kommt der Künstler, und da noch ein Referent, und hier noch einer aus dem Fernsehen. Sondern mehr über die Nähe, wie du es gerade beschrieben hast, näher über die persönlichen Kontakte, wieder enger zusammenzurücken, das ist viele auch ein großer Aspekt. Muss man absolut sagen, das geht, kann ich nur bestätigen.

Patrick Minßen: Ja, so habe ich es auch stets empfunden tatsächlich, wenn ich auf solchen Veranstaltungen unterwegs war. Und man sollte auch nie unterschätzen, wie stark das Zusammengehörigkeitsgefühl dann tatsächlich im Anschluss ist. Gerade wenn man gemeinsame Erlebnisse miteinander teilen kann und das auch noch weit über das Gemeinsam Erlebte hinaus. Das ist, ich, das Besondere.

Sascha Heide: Absolut, bei so einem Reisen passiert auch wahnsinnig viel. Also, das kann man so festhalten.

Patrick Minßen: Sascha, ich danke dir sehr, dass du uns heute einen, wie ich finde, sehr guten Einblick in den hohen Wert von sogenannten Incentive-Reisen gegeben hast. Der Begriff ist auch immer etwas, was in meinem Bekannten- und Freundeskreis für ein Lächeln sorgt. es geht viel tiefer, als einfach nur viel Geld in die Hand zu nehmen und irgendeine lustige Reise zu machen, wo man bisschen Halligalli macht. Sondern ich glaube, gerade in der heutigen Zeit kommt es sehr stark darauf an. dass wir Mittel und Wege finden, wie wir enger zusammenrücken können und uns stärker miteinander verbinden können. Denn am Ende des Tages sitzen wir sowohl unter Kolleginnen und Kollegen als auch mit unseren Kunden in einem Boot und wollen gemeinsam was erreichen. Und da kann es dem Ganzen nur zuträglich sein, wenn man sich gut kennt und ein bisschen was Schönes miteinander erlebt hat. Von daher vielen Dank, dass du uns das heute mal so ausführlich dargestellt hast, Sascha.

Sascha Heide: Ein ganz tolles Fazit, dem kann ich mich nur vollumfänglich anschließen.

Patrick Minßen: Danke schön. Und wenn ihr mehr über Sascha erfahren wollt und über das, was Sascha so tut, dann schaut doch mal in die Show Notes. Wir werden Saschas LinkedIn-Profil bei uns in den Show Notes verlinken. Und dort könnt ihr euch gerne mal umschauen. Er postet auch eine ganze Menge auf LinkedIn zu seinen Erfahrungen in seinem Daily Business und freut sich sicherlich auch darüber, wenn ihr ihn mal persönlich kontaktiert. Das war's für heute. Vielen Dank. Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben. Gut, sind wir durch.

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